Riga – die größte Stadt de Baltikums

Der Domplatz
Der Domplatz

Riga wurde 1201 von Bischof Albert aus Bremen als „Locus Rige“ gegründet. In der Folgezeit entwickelte sich die neue Stadt rasch zu einem Ort des Handels. Sie trat der Hanse bei und wurde zur Hauptstadt der Provinz Livland. Immer mehr Kaufleute und Handwerker strömten nach Riga und es entstanden Gilden, die ihre Interessen mit Vehemenz vertraten.
Der Schwertbrüderorden vergrößerte Seine Macht in den nachfolgenden Jahrzehnten, bis er vom deutlich mächtigeren Deutschen Orden eingegliedert wurde und in diesem aufging.
Deutsch war in Riga noch bis 1891 Amtssprache, bis es vom Russischen abgelöst wurde. Die Macht in der Stadt war auf drei „Stände“ verteilt, den Magistrat, die Große Gilde und die Kleine Gilde.

Riga ist europäische Geschichte

Das Häuserensemble der Drei Brüder
Das Häuserensemble der Drei Brüder

Trotz der Tatsache, daß Riga in den Weltkriegen des 20. Jh. massive Zerstörungen erfahren hat, sind die meisten der prachtvollen Bauten der ehmaligen Hansestadt bis heute erhalten und durch augezeichnete Rekonstruktionen wieder erstanden. Ein Besuch in hier ist ein Gang durch nahezu 800 Jahre europäischer Geschichte. Die angenehmste Art die Stadt zu besuchen ist an Bord eines Kreuzfahrtschiffs, die heute mit rund 700000 Einwohnern größte Stadt des Baltikums liegt am Fluß Düna (Daugava), der in die Rigaer Bucht der Ostsee mündet. Das bedeutet für Schiffe eine Flussfahrt, die direkt in der Stadt, nur wenige hundert Meter von der Altstadt entfernt endet. Vom Flusshafen aus sind bereits der Dom und das Rigaer Schloss zu sehen.

Der Rathausplatz ist ein Meisterwerk des Städtebaus

Das Schwarzhäupterhaus und die Petrikirche
Das Schwarzhäupterhaus und die Petrikirche

Ein Stadtrundgang durch die Altstadt gehört zu den beeindruckendsten Spaziergängen die ein Reisender im Osten der Ostsee unternehmen kann. Der Rathausplatz ist umgeben von einigen der wichtigsten Sehenwürdigkeiten der Metropole. Das Haus der Schwarzhäuptergilde wurde 1334 erbaut und nach umfangreichen Rekonstruktionen 1999 wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Fassade mit reichem Figurenschmuck, einer astronomischen Uhr und einer Höhe von 27 m entstand nach dem Vorbild alter holländisch-flämischer Zunfthäuser und entspricht wieder dem Aussehen vor der von 1941.

 

Inneres der Petrikirche
Inneres der Petrikirche

Die Petrikirche besitzt den höchsten Kirchturm des Baltikums und ist neben der Domkirche das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt. Der Turm ist 72 m hoch und die Kirche wurde bereits 1209 erstmals erwähnt. Nach mehreren Umbauten, Zerstörungen, Wiederaufbauten und Rekonstruktionen ist heute wieder das Bild des 17. Jhs. entstanden. Im Inneren befinden sich zahlreiche Wappen hanseatischer Familien sowie schmuckvolle Grabmäler.
An der Seite der Kirche steht das Denkmal der Bremer Stadtmusikanten der Partnerstadt Rigas, das die Bremer Bildhauerin Christa Baumgärtel.

Jugendstilfassade in Riga
Jugendstilfassade in Riga

Die Stadt ist auch eine Hochburg des Jugendstils im Ostseeraum. Neben den Gebäuden, die der berühmte Architekt Michael Eisenstein erbaute, finden sich auch weitere Strassenzüge mit Fassaden, die auf Grund ihrer Extravaganz mit gewaltigen Säulen, Gesichtern und Dekoren zu den Höhepunkten des Europäischen Jugendstils gehören. In Riga werden spezielle Rundgänge für die von der Architektur begeisterten Besucher angeboten, die unter fachkundiger Führung die Besonderheiten der Fassaden bis ins Detail erläutern.