Meteora, Griechenland

Meteora Gebirge in Griechenland
Meteora Gebirge in Griechenland

MS EUROPA 2 hat im Hafen von Volos festgemacht. Die Stadt selbst bietet keine besonderen Sehenswürdigkeiten, dafür die Umgebung umso mehr. Heute führt uns der Weg des Ausflugs in die weltbekannten Meteora-Klöster. Neben der Mönchsrepublik Athos gehören die 24 Klosteranlagen zu den bedeutendsten religiösen Bauwerken des Östlichen Mittelmeers. Nur sechs Klöster sind noch bewohnt. Wir müssen zwei Stunden mit dem Bus in die Bergwelt des Hinterlandes fahren um die Bauwerke zu sehen. Wieder strahlt die Sonne von einem wolkenlosen Himmel – das ist Griechenland im September. Während bei uns zu Hause in Deutschland bereits die Vorboten des Herbstes EInzug halten, setzt sich in Südosteuropa der Sommer mit Temperaturen von 30 Grad im Schatten unvermindert fort.

Das große Meteora Kloster

Kloster Megálo Meteora
Kloster Megálo Meteora

Nach und nach tauchen die Bergmassive rund um die Stadt Kalambaka auf, die in einem Tal am Rande des Gebirgsmassivs liegt in das seit dem 11. Jh. von Einsiedlern die ersten Gebäude hoch oben auf den Felsstümpfen errichtet wurden. Im Laufe der Jahre wuchsen diese Einsiedeleien zu einer organisierten Gemeinschaft nach Vorbild des heiligen Berges Athos zusammen und bildeten das Kloster Doúpiani.
Mit der Ankunft des von Athos geflohenen Mönches Athanasios im Jahr 1334 begann der Aufstieg des Klosterlebens in der Region. Zusammen mit seinem geistlichen Ziehvater Gregorios und 14 weiteren Mönchen gründete er 1344 das Kloster Metamórphosis, auch bekannt als Megálo Metéoro. Athanasios stellte die in Metéora gültigen Regeln des Klosterlebens auf und wurde nach seinem Tod als Athanasios Meteorites seliggesprochen.

Das Kloster Rousanou in Meteora

Kloster Rousanou in Meteora
Kloster Rousanou in Meteora

Im Verlauf des 14. Jahrhunderts wurden weitere Klöster errichtet und die Anlagen durch fromme regionale Herrscher wie König Symeon finanziell und durch die Gewährung von Privilegien unterstützt. Im Laufe der Jahre entstanden so etliche Klöster und Einsiedeleien, deren Gründer nur zum Teil namentlich überliefert sind. Wir besuchen zunächst das Kloster Rousanou. Es hadelt sich um eine Frauenkloster, daß spektakulär auf einer Felsnadel inmitten der Landschaft liegt. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Das Kloster wurde um 1388 gegründet, andere Quellen sprechen allerdings vom 16. Jh. Nach vielen Überfällen und Plünderungen, die im Laufe der Geschichte erfolgten, sowie konstantem Niedergang, wurde Rousánou 1940 zunächst aufgegeben. Die noch verbliebenen Handschriften und Wertgegenstände wurden in das Kloster Megálo Metéoro verbracht. Bereits 1950 gab es erste Bestrebungen, die Anlage zu erhalten und wieder zu nutzen. Heute ist Rousánou ein Frauenkloster. Sehenswert sind die Fresken aus dem 16. Jahrhundert in der Klosterkirche.

Das Kloster Varlaam in Meteora

Kloster Varlaam
Kloster Varlaam

Alle Gäste sind begeistert von der einmaligen Aussicht, die sich uns am heutigen Tag mit erneut guter Fernsicht bietet. Wir besuchen das Kloster Varlaam. Das Mitte des 14. Jahrhunderts zunächst als Einsiedelei gegründete Kloster ist noch bewohnt. Nach dem Tod des ersten Einsiedlers blieb das Gelände zunächst einige Jahre ungenutzt. 1518 wurde mit dem Bau des Klosters begonnen, der wahrscheinlich 1535 abgeschlossen werden konnte. Die Stifter des Baus legten testamentarisch die zönobitische Lebensweise fest. Ein Reisender aus dem Jahr 1779 vermerkte in seinem Reisebericht, das seit Bau des Klosters keine Frau mehr den Ort betreten habe. Das Kloster gehört heute zu den am meisten besuchten religiösen Stätten Griechenlands.

Das königliche Kloster St. Stephanus

Kloster St. Spephanus, Meteora
Kloster St. Spephanus, Meteora

Das etwa 1400 gegründete Kloster des Hl Stepahnus in Meteora wird ebenfalls noch bewohnt. Die Besiedlung des Felsens ist aber wohl älter. Bis 1927 war eine Inschrift erhalten geblieben, die auf eine Einsiedelei im Jahr 1192 schließen lässt. Das Kloster trägt den Beinamen „das Königliche“, was auf einen Besuch des byzantinischen Kaisers Andronikos III. im Jahre 1333 zurückgeht. Der Herrscher soll von der Gastfreundschaft der Mönche so angetan gewesen sein, dass er dem Kloster großzügige Spenden in Form von Geld und Ländereien zukommen ließ. Im 19. Jahrhundert lebten noch mehr als 30 Mönche im Kloster, mit abnehmender Tendenz. Im Jahr 1960 war es praktisch verlassen und wurde 1961 in ein Frauenkloster umgewandelt. Sehenswert sind der Bischofsthron und die Pulte für Gesangbücher, die mit Perlmutteinlagen verziert sind.

MS EUROPA 2 im Hafen

MS Europa 2
MS Europa 2

Heute möchte ich meinen Bericht schließen mit einem Bild von MS EUROPA 2. Das Schiff liegt in der strahlenden Sonne Griechenlands im Hafen von Volos und es lassen sich die Dimensionen, das schnittige Äußere und die dezente Farbgebung in den Firmenfarben von Hapag-Llloyd aus nächster Nähe betrachten. Besonders reizvolle finde ich den langgestreckten und besonders spitz zulaufenden Bug und den im Vergleich zur Gesamtgröße eher zurückhaltend gestaltenen Namenszug. Nach drei Tagen an Bord kann ich sagen. Dieses Schiff ist ewtas besonderes und es unterstreicht mit seinem gesamten Kreuzfahrtkonzept das, was der Kataloge verspricht: Die große Freiheit – im Rahmen der Kreuzfahrt an Bord und an Land gleichermaßen.

Morgen berichte ich aus Thessaloniki der zweitgrößten Stadt Griechenlands und unseren Besuch in der berühmten archäologische Stätte Dion und dem Bergdorf Agios Penteleimonas. Ich bin mir sicher, daß auch dieser Tag wie der eben zu Ende gegangene ein spannender Reisetag zu den Natur- und Kulturschätzen der Ägäis wird.

Bis dahin grüße ich Sie von Bord MS EUROPA 2

Peter Jurgilewitsch

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