Machu Picchu und seine Wiederentdeckung durch den amerikanischen Archäologen, Forschungsreisenden und Politiker Hiram Bingham ist eine dieser Abenteuererzählungen, die mich schon als Kind fasziniert haben. Im Wissen, dass es sich hier nicht um ein Märchen handelt, sondern diese Geschehnisse wirklich stattgefunden haben, fieberte ich dem Tag entgegen, an dem ich erstmals Machu Picchu selbst sehen konnte.

Wenn man heutzutage als Reisender das Glück hat Machu Picchu zu sehen, was eine lange und nach wie vor schwierige Anreise bedeutet, kann man erahnen, welche Herausforderungen die Entdecker und Hiram Bingham 1911 zu meistern hatten.

Wer war Hiram Bingham?

Hiram Bingham wurde 1875 Honolulu auf der Insel Oahu/Hawaii geboren. Er war der Sohn eines Missionars und sein drittes Kind. Seine Eltern wollten, dass er ebenfalls Priester wird, und erzogen ihn in traditioneller Weise und streng der Religion verhaftet. Doch Hiram hatte bereits die Abenteuerlust in sich und ein ganz anderes Leben führen.
Football und Reisen waren seine Ziele. Entsprechend las er unentwegt Reise- und Abenteuerliteratur und erfuhr so, welche Schätze der versunkenen Kulturen überall noch schlummerten.

Er begann mit dem Bergsteigen, aber er beginnt doch das von seinen Eltern gewünschte Studium der Theologie an der Yale University, in deren Auftrag er auch die gleichnamige Expedition im Jahre 1911 begleitete. An den Universitäten von Berkeley und Harvard belegt er das Fach lateinamerikanische Geschichte.

Seine Eltern waren keine wohlhabenden Leute. Seine späteren Reisen, seine Expeditionen und seinen schillernden und auch skandalumwitternden Lebenswandel hätten weder sie noch er selbst jemals bezahlen können. Da kam Bingham das Schicksal zu Hilfe. Am 20. November 1900 heiratete er Alfreda Mitchell, die Enkelin von Charles Lewis Tiffany und Erbin des Tiffany-Vermögens.

Nun hatte er vermeintlich ausgesorgt. Aber Hiram Bingham hatte nicht vor, vom Geld seiner Frau zu leben und suchte immer wieder aufs Neue Einnahmequellen, die es ihm ermöglichten finanziell auf eigenen Beinen zu stehen.

Die Liebe zu seiner Frau muss groß gewesen sein, denn mit ihr hatte er 7 Söhne. Die Familie lebte in der Prospect Street in Hartford. Da sein Bestreben, eigenes Geld zu verdienen nicht fruchtete, bezahlte seine Frau Alfreda letztlich doch sein Studium und auch den überwiegenden Teil seiner Expeditionen.

Das Leben als Familienvater langweilte ihn schon nach kurzer Zeit. Seinen Doktortitel in lateinamerikanischer Geschichte konnte er nach dem Studium nicht in klingende Münze umsetzen. So entschließt er sich, selbst nach Südamerika zu reisen und auf Entdeckungen zu hoffen, die ihn berühmt machen würden.

In den folgenden Jahren unternimmt er sechs Expeditionen u. a. nach Venezuela, Bolivien und Kolumbien und kommt schließlich auch nach Peru, wo er 6 Monate bleibt. Er suchte nach unentdeckten Inkaruinen und studierte die Kultur dieser versunkenen Hochkultur.

Nach seiner Rückkehr zur Familie konzentrierte er sich auf die Inka und ihre Art zu bauen, ihre Lebensweise und beschäftigte sich mit dem Verbleib des sagenumwobenen Goldschatzes der Inka. Ihre letzte Bastion war Vilcabamba. Diese Stadt zu finden war Hiram Binghams Traum.

1911 begleitet Bingham die von der Yale-Universität ausgerichtete Expedition zur Findung von Vilcabamba. In ihrem Verlauf entdeckte er Machu Picchu.

1915 kam er ein letztes Mal in die Anden zurück, ohne sich erneut auf Machu Picchu zu konzentrieren. Vielmehr lag sein Interesse nunmehr auf der Luftfahrt, die gerade von sich reden machte. Er trat in die Armee ein und wurde Pilot.

Nach dem Ersten Weltkrieg verließ Lieutenant- Colonel- Commander Bingham das Militär und wurde Politiker. Dort schaffte er es bis zum Senator, allerdings mit einem unrühmlichen Abgang im Zuge eines Lobbyisten-Skandals. Seine Frau Alfreda ließ sich von ihm scheiden, denn sein schnell wechselnder Lebenswandel hatte zu mehreren Affären mit anderen Frauen geführt, von denen Alfreda wusste.

1937 heiratete er seine zweite Frau Suzanne Carroll Hill und schrieb 1948 sein bekanntestes Buch „Lost City of the Inca“. 1956 starb Hiram Bingham im Alter von 80 Jahren und wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Die Entdeckung von Machu Picchu wie sie wirklich war

Berichte vor Hiram Bingham

Dass Hiram Bingham nicht der Erste war, der die Ruinen von Machu Picchu wiederentdeckte, scheint heute klar zu sein. Schon 1874 war der deutsche Ingenieur Herman Göhring im Auftrag der peruanischen Regierung mit der Planung einer Straße, die den Pazifik mit dem Inland verbinden sollte. Im Zuge dieser Unternehmungen zeichnet er in eine Karte die Ruinen von Machu Picchu ohne weitere Kommentare ein.

Charles Wiener, ein österreichisch-französischer Wissenschaftler, erwähnt die Ruinen in seinem Reisebericht aus dem Jahr 1880. Wie anlässlich dieser Besuche die Stätten verändert oder Dinge entfernt wurden, ist unklar.

Hiram Bingham in Machu Picchu

Das Machu Picchu bis heute ein Mythos ist, dem das Geheimnisvolle der Inka anhaftet, ist auch den Berichten von Hiram Bingham zu verdanken. Denn sein Buch über die Entdeckung der Andenstadt, war lange die Basis und das Wissen, dass man über Machu Picchu hatte.

Erst sein Sohn Alfred Mitchell Bingham (1905 – 1998) stellte an Hand von Briefen und anderen Schriftstücken, die er aus der Familie und den Empfängern sammelte, detaillierte Nachforschungen an, deren Resümee die Entdeckung von Machu Picchu in einem neuen Licht erscheinen lassen, aber nicht minder spannend sind.

Alfred Mitchell Bingham absolvierte 1927 das Yale College und 1930 die Yale Law School. Nach seinem Jurastudium unternahm er eine zweijährige Weltreise, besuchte mehrere Länder und traf und interviewte viele internationale Persönlichkeiten für amerikanische Zeitungen.

Er ging, ähnlich wie sein Vater, vorübergehend in die Politik und im Anschluss zur US-Armee in Deutschland. Danach kam er zurück in die USA und wurde Anwalt. Zeit seines Lebens interessierte er sich für das spannende Leben seines Vaters und fand erstaunliches heraus.

Die Forschungen des Sohnes Alfred Mitchell Bingham

In einem Artikel für das Magazin American Heritage des Jahrgangs 1987 schreibt er:

„Während der fünfundsiebzig Jahre, seit Hiram Bingham zum ersten Mal den kniffligen Kamm über der Urubamba-Schlucht in Peru bestiegen und die verlorene Inka-Stadt Machu Picchu betrat, haben Tausende, die seiner Spur folgen, gespürt, dass ihre Gefühle durch die Größe und die Pracht der Granitruinen, gehoben wurden.

Der große chilenische Dichter Pablo Neruda wurde inspiriert, Machu Picchu in den Mittelpunkt eines epischen Gedichts über menschliches Leiden und Sterben zu stellen. Gelehrte, die keine Aufzeichnungen über die Ruinen und ihre Erbauer finden konnten, haben über das Geheimnis ihrer Herkunft gerätselt.

Die zerstörte Stadt, die oft zur Hälfte von Nebel verdeckt wird, die aus den Schluchten herbeiströmen, war unweigerlich Gegenstand von Mythen. Nicht zuletzt war der Mythenmacher Bingham selbst. Seine Mythenbildung betraf nicht nur die Geschichte dessen, was er gefunden hatte, sondern auch die Umstände der Entdeckung.“

Alfred M. Bingham stieß vor einigen Jahren, nach eigenen Worten, auf eine Sammlung von Briefen, die Hiram Bingham an seine Mutter aus Peru geschrieben hatte. Diese überraschten ihn und er schreibt dazu in seinem Artikel:

„Sie ließen mich einige der Eindrücke hinterfragen, die ich von ihm und seinen Büchern gesammelt hatte. Ich begann eine Suche in den umfangreichen Akten seiner peruanischen Expeditionen in Yale in der Yale-Bibliothek und in den Tausenden seiner Fotografien, die in der National Geographic Society aufbewahrt wurden.

Was ich fand, unterschied sich in wichtigen Punkten von der Geschichte der Entdeckung von Machu Picchu, die im Laufe der Jahre Gestalt angenommen hatte.

Die akzeptierte Version, die sich nicht ohne die Ermutigung meines Vaters entwickelt hatte, war, dass er sich auf den Weg gemacht hatte, eine verlorene Stadt, die letzte Hauptstadt des Inka-Reiches, zu finden, und dass er sie nach langer und mühsamer Suche gefunden hatte, begraben in einem undurchdringlichen Tropengebiet Dschungel auf einem fast unzugänglichen Kamm des Machu-Picchu-Berges.

Ein Großteil dieser Geschichte erwies sich als Mythos.“

Alfred M. Bingham führt weiter aus, dass ein peruanischer Beamter Hiram Bingham einlud, nach einer verlorenen Stadt der Inka zu suchen und sich das Interesse Binghams daran eher auf diesen Zufall gründete. Zunächst suchte man an einem gerade erst zugänglich gemachten Ort namens Choquequirau. Die Suche blieb aber erfolglos.

Dann kehrte Hiram Bingham nach Hause zurückgekehrt und seine Unterrichtstätigkeit wieder aufgenommen hatte, verlangte es ihn bald schon wieder nach neuen Reisen. Diesmal war es eine Bergsteigerin namens Annie Peck, die durch immer neue Versuche und Rekorde im Besteigen der höchsten Berge, von sich reden machte.

Das stachelte den ebenfalls passionierten Bergsteiger Bingham an, es ihr gleich zu tun und Annie Peck sogar noch zu übertreffen. Er lieferte sich eine imaginäre Fehde mit der Bergsteigerin. So kam Hiram Bingham wieder nach Peru. Hier ging es um die Besteigung des Coropuna, den mit 6425 m höchsten Berg Perus.

Machu Picchu ist erreicht

Das Überraschende an den Forschungsergebnissen von Alfred M. Bingham, sind die sehr klaren Aussagen und Richtigstellungen, die er basierend auf dem Schriftverkehr und diversen anderen Quellen treffen kann, ohne dabei die ohne Zweifel großen Verdienste seines Vaters zu schmälern. Er schreibt:

„Mein Vater erzählte die Geschichte der Entdeckung viele Male, in Büchern und Zeitschriftenartikeln und auf der Vortragsplattform. Ich hatte Zugang zu seinem Taschenbuch und den Briefen, die er meiner Mutter damals schrieb. Ich konnte die Ereignisse des Tages präzise rekonstruieren, und es ist klar, dass seine veröffentlichten Berichte, obwohl sie sachlich korrekt sind, dem Leser wahrscheinlich einige falsche Eindrücke hinterlassen werden.“

Im Wesentlichen ergeben sich aus den Forschungen von Hiram Binghams Sohn folgende Punkte:

1) Die Ruinen waren, anders als es von Hiram Bingham ausgeführt wurde, in der ganzen Gegend bereits bekannt.

„Viele der Reisenden auf der Durchgangsstraße hatten von den Ruinen auf dem Kamm zwischen Huayna Picchu und Machu Picchu gehört (…) Lediglich war niemand über die dortigen Klippen gestiegen, um sich ein genaueres Bild zu machen.“

2) Die Stätte war nicht einsam und versteckt sondern lag unweit einer sehr bekannten und auch benutzen Straße.

„Am 22. Juli machte er sich mit allen Vorräten und einer Reihe von Maultieren für den Transport auf den Weg zur Urubamba-Schlucht und nahm den Arzt und den Naturforscher mit. Es war eine überraschend gute Straße, eine der besten in Peru, breit genug für zwei Saumzüge. Sie war aus den Klippen gesprengt worden, um einen einfachen Zugang zu den riesigen Haciendas des unteren Urubamba-Tals zu ermöglichen, deren reiche Plantagenbesitzer zuvor ihre Produkte über den hohen und manchmal schneebedeckten Pass von Panticalla auf den Markt bringen mussten.“

An anderer Stelle heißt es:

„Zum Beispiel beschrieb er den Ort häufig als einen der unzugänglichsten in den Anden. Vor dem Bau der Canyon Road im Jahr 1895 war sie tatsächlich unzugänglich. Nicht nur die Wände des Canyons waren zu steil für einen Pfad entlang des Flusses, auch die Überlandpfade, die Machu Picchu mit dem Rest des Inka-Straßennetzes verbanden, waren lange Zeit von Erdrutschen durchtrennt worden. Dank der modernen Straße stieß mein Vater jedoch fast versehentlich auf Machu Picchu.

Selbst der Aufstieg vom Fluss zu den Ruinen war kaum gefährlich. Der Weg wurde regelmäßig von den drei Familien der Pächter benutzt, die er in den Ruinen gefunden hatte, und er brauchte nicht mehr als anderthalb Stunden, nachdem er die Flussstraße verlassen hatte, um den steilen Weg bis zum ersten Pächter zu überwinden Hütten. Die Busse, die heute Touristen auf einer Reihe von Haarnadelkurven denselben Hang hinauf befördern, schaffen es in zehn oder fünfzehn Minuten.“

3) Hiram Bingham musst nicht zuerst die Ruinen vom Pflanzenbewuchs befreien. Dies hatten indische Familien bereits erledigt, deren Väter und Söhne wohl als Bergführer arbeiteten. Sie nutzten die Terrassen in der Ruinenstätte zum Maisanbau.

„Der irreführendste Eindruck, den die Berichte meines Vaters erweckten, war, dass die Ruinen so gut wie in der dichten Vegetation versteckt waren. Fotos, die er an diesem ersten Tag aufgenommen, aber nie veröffentlicht hat, erzählen eine andere Geschichte. Vom höchsten Punkt der Ruinen machte er eine Reihe von Bildern, die einen Panoramablick auf den Ort im Osten und Süden gaben. Es zeigt, dass ein großer Teil der Stadt von den indischen Familien geräumt worden war: Sie hatten das Überwachsen von den Terrassen entfernt, auf denen die Gebäude standen, um ebenes Land für Mais und andere Pflanzen zu erhalten.“

4) Hiram Bingham war von seiner Entdeckung selbst wohl kaum überrascht, angetan oder gar enthusiastisch. Anders wird es in den späteren Veröffentlichungen beschrieben. So führt Alfred Bingham aus:

„Andere Einträge zeigen, dass er die Wichtigkeit dessen, was er gefunden hatte, nicht schätzte und dass ihm nicht in den Sinn kam, dass es die ‚verlorene Stadt‘ war, nach der er suchte. Zum einen hielt er es nicht für verloren. „Dieser Ort wurde 1902 von Lizarraga entdeckt“, schrieb er auf einer Seite. Er hatte den Namen und das Datum an einigen Wänden gesehen. Anscheinend hielt er es nicht für sinnvoll, längere Zeit in den Ruinen zu verbringen.“

Die eigentliche Sensation aber dürfte der Umstand sein, dass Hiram Bingham wusste, dass er nicht der wirkliche Wiederentdecker von Machu Picchu war. In seinen Veröffentlichungen ließ er daran keinen Zweifel und kostete, was nur zu natürlich ist, seinen beginnenden Ruhm aus. In seinen eigenen Briefen stellt sich das so dar:

„Er nutzte die Zeit, um aufzuschreiben, was sein Führer Arteaga ihm über den Mann erzählt hatte, dessen Namen er an einigen Wänden gesehen hatte: „Agustin Lizarraga ist der Entdecker von Machu Picchu“, schrieb er, „und er lebt in die Ponte San Miguel. “ Die San-Miguel-Brücke war drei oder vier Meilen die Straße hinunter.“

Der Tag der Tage – 24. Juli 1911 – Machu Picchu ist ‚wiederentdeckt‘

Eigentlich müsste doch an diesem Tag alles voll Enthusiasmus gewesen sein. Eigentlich würde man erwarten dürfen, dass Hiram Bingham, der es sich so lange gewünscht hatte, durch seine Entdeckungen berühmt zu werden, jedem lauthals von diesem Erfolg berichtet hätte. Doch es war ganz anders, wie Alfred M. Bingham nachdrücklich beschreibt:

„Er hatte sich dort (in einer Indianerhütte) ausgeruht, als er die Spitze des Bergrückens erreicht hatte, und hatte einen Schluck Quellwasser und einige Süßkartoffeln bekommen, und jetzt schrieb er in sein Notizbuch, dass er dreißig Centavos für sein „Mittagessen“ bezahlt hatte. Ein letzter Eintrag für diesen Tag zeigte einfach an, dass sein Abstieg vom Grat nur siebenundzwanzig Minuten dauerte.

Was und wie er es seinen Zeltkameraden erzählte, ist nicht bekannt, aber einer von ihnen, der Naturforscher Harry Foote, der den Tag damit verbracht hatte, Insekten zu sammeln, war so wenig beeindruckt, dass sein Tagebucheintrag für den 24. Juli nur lautete: „Keine besonderen Dinge zu beachten.“

Die Verdienste Hiram Binghams überdauern

Ohne Frage ist Hiram Bingham einer der größten Entdecker des frühen 20. Jahrhunderts. Daran wird nie ein Zweifel bestehen. Aber wie es bei großen und bahnbrechenden Entdeckungen üblich ist, entwickeln diese danach ein Eigenleben, ranken sich Legenden und Geschichten um diese Meilensteine der Wissenschaft. Das ist völlig normal und menschlich. So sieht es auch Alfred M. Bingham. Er schreibt:

„Seine Mythenbildung infrage zu stellen, bedeutet im Übrigen keineswegs, seine außergewöhnlichen Leistungen als Entdecker zu schmälern. Die Yale-Peruvian- Expedition von 1911, die er organisierte und leitete, war eine große wissenschaftliche Expedition. Die Entdeckung von Machu Picchu war nur eine seiner Errungenschaften und, wie er damals glaubte, nicht die bedeutendste.

Die Entdeckung der drei Standorte Machu Picchu, Vitcos und Espiritu Pampa durch meinen Vater innerhalb eines Monats war eine bemerkenswerte Leistung. Dies war jedoch nur eine der Errungenschaften seiner Expedition. Er kletterte weiter nach Coropuna und untersuchte und kartierte den bisher fast unbekannten großen Parinacocha-See, einen der größten Seen Perus. In der Nähe bemerkte er die Überreste von Zivilisationen vor den Inkas, aber mit der Zeit untersuchte er sie nicht.“

Fazit

Es war für mich als einem begeisterten Weltreisenden eine spannende Arbeit, mich erneut mit Machu Picchu zu beschäftigen, erneut zu lesen und den Bericht des Sohnes von Hiram Bingham, Alfred M. Bingham zu studieren, diesen zu übersetzen und festzustellen, wie akribisch, auf der Basis des familieneigenen Schriftverkehrs, Dinge korrigiert, geradegerückt und überarbeitet wurden. Das ändert nichts an der Bewunderung, die ich nach wie vor für Hiram Bingham und ähnliche Entdecker empfinde. Es bleibt die Erkenntnis, dass ein Besuch in Machu Picchu, wenn sich die Möglichkeit bietet, ein Lebenserlebnis ist und bleibt.

Quellen:

Hiram Bingham: Across South America / an Account of a Journey from Buenos Aires to Lima by way of Photos. Bosten & New York 1911; Seite 307 ff.
Alfred M. Bingham: Artikel ‚Raiders Of The Lost City‘; American Heritage Magazine; Jahrgang 1987, July/August/Volumne 38, Issue 5