Machu Picchu in Peru ist einer der faszinierendsten Orte der Welt. Generationen von Reisenden, Wissenschaftlern und Forschern haben sich mit dieser letzten Zufluchtsstätte der Inka beschäftigt. Die Stadt Cusco wurde von den spanischen Konquistadoren am 15. November 1533 eingenommen.
Diese Eroberung sprach sich in der ganzen Region sehr schnell herum. Schon zuvor hatten die Inka diesen Tag bevorstehen und kommen sehen. Um den mordenden Horden der Spanier nicht zum Opfer zu fallen, hatten sie Vorsorge getroffen.

Eine Stadt verborgen hoch in den Bergen der Anden. Das war die Geburtsstunde von Machu Picchu. Wie die Inka eine Stadt dieser Größenordnung hoch in die Berge erbauen konnten, gehört immer noch zu den unerklärlichen Dingen rund um die versunkene Hochkultur.

Machu Picchu – das Wunschziel ein Leben lang

Seit meinem neunten Lebensjahr, als ich von meiner Großmutter ein Buch geschenkt bekam, auf dessen Titelbild Machu Picchu zu sehen war, hatte ich mir vorgenommen, einmal dorthin zu reisen. Es sollte noch weitere 44 Jahre dauern, bis dieser Wunsch in Erfüllung gehen.

Ja man kann sagen, es war ein Lebenstraum, einmal an dieser Stelle zu stehen und mit eigenen Augen zu sehen, welches Meisterwerk die Inka erbaut hatten. Viele Reise begeisterte Menschen haben diesen Traum, den sie einmal im Leben verwirklichen möchten.

So kann man sich vorstellen, mit welcher Spannung, Neugier aber auch ein wenig Angst ich mich auf diese Reise gemacht habe. Denn eines war klar: Die Anden sind keine einfache Reise-Region. Cusco, ist Ausgangspunkt für jeden, der nach Machu Picchu reisen möchte.

Die Stadt liegt rund 3300 m hoch und entsprechend schwierig ist es für jemanden, der aus dem Tiefland kommt, sich hier wohlzufühlen. Die Luft ist dünn, man hat mit Kopfschmerzen und Kurzatmigkeit zu kämpfen.

Machu Picchu mit 2430 m hoch, das ist zwar einige 100 m weniger, aber dafür sind die körperlichen Anstrengungen, die es erfordert, durch die Ruinen zu gelangen ungleich viel fordernder.

Ich hatte viel gelesen, in Online-Foren gestöbert und mich mit Menschen ausgetauscht, die bereits Machu Picchu und Peru bereist hatten. Viele berichteten davon, dass die Atemnot und die damit verbundenen körperlichen Probleme, allgegenwärtig waren.

Andere verspürten überhaupt keine Beeinträchtigungen. Es blieb also nichts anderes übrig als sich dieser Reise und den damit verbundenen Herausforderungen zu stellen, wenn ich die Inkastadt erreichen wollte.

Es ist so weit – ich reise nach Machu Picchu

Dann war der Tag da. Ich war nach Cusco gereist und hatte mir einige Tageszeit gegeben, mich zu akklimatisieren. Dabei passt sich der Körper an die verminderte Sauerstoffzufuhr an, indem er mehr rote Blutkörperchen produziert. So wird der Sauerstoffumsatz erhöht und man fühlt sich den Herausforderungen gewachsen.

Am nächsten Morgen nun sollte es nach Machu Picchu gehen. Doch zuvor waren noch einige Dinge zu erledigen. Seit einigen Jahren ist die maximale Besucherzahl in der Ruinenstätte begrenzt. Das bedeutet, man muss sich via Internet ein Besucherticket besorgen, das personalisiert ist. Ein Zutritt zu den Ruinen ist nur in Verbindung mit einem Eintrittsticket und den Reisepass möglich.

Mit dem ersten Anden-Zug, der jeden Tag Besucher aus aller Welt von Cusco nach Machu Picchu bringt, fuhr ich also am nächsten Morgen in das Dorf Agua Caliente. Es liegt tief unten im Tal am Fluss Urubamba, der je nach Jahreszeit und der niedergehenden Regenmenge, reißende Wasser führt.

Der Ort hat 2000 Einwohner und sein Name heißt übersetzte „heiße Quellen“. Diese finden sich im Ort und können zur Entspannung nach dem Besuch in Machu Picchu genutzt werden. Doch ich wollte keine Zeit verlieren. Ich hatte mir bereits zu Hause jeweils ein Ticket für diesen ersten Anreisetag und auch für den darauffolgenden Tag besorgt.

Aber bevor ich die Ruinen endlich sehen konnte, galt es noch eine Entscheidung zu treffen, nämlich ob ich die Serpentinenstraße nach Machu Picchu zu Fuß oder mit dem Minibus absolvieren wollte. Ich hatte mir eigentlich zuhause fest vorgenommen die Strecke, die nicht unerheblich steil nach oben führt, zu Fuß zu laufen.

Aber das aber hätte, in Anbetracht der begrenzten Zeit, die ich zur Verfügung hatte, einen nicht unbeträchtlichen Zeitverlust bedeutet. So entschloss ich mich, den Bus zu nehmen und besorgte mir, sofort nach Ankunft, ein Ticket für den Mittag. Die Busse fahren regelmäßig zu den Ruinen.

Machu Picchu – ein Traum ist wahrgeworden

Ich fieberte den ganzen Vormittag den Moment entgegen, an dem ich endlich im Bus sitzen würde. Die Fahrt dauerte kaum 15 Minuten und führte tatsächlich steil bergan. Von den Ruinen ist während der gesamten Fahrt nichts zu sehen und man beginnt zu verstehen, warum die Stadt für Fremde ein Unbekannter und mystischer Ort geblieben war.

Am Haupteingang angekommen, findet die Ticket- und Passkontrolle statt. Kaum zehn Minuten später war eines meiner Lebensziele erreicht. Ich stand an diesem weltberühmten Ort mit Blick auf die Inkastadt Machu Picchu und den ihr gegenüber liegenden Berg Huayna Picchu.

Ich weiß nicht mehr, wie lange ich wie angewurzelt an dieser Stelle stehen geblieben bin! Man kann es, nach all den Schwierigkeiten, die eine Reise nach Machu Picchu bedeutet, kaum glauben, dass man endlich dort ist. Hier war es, wo auch Hiram Bingham 1911 gestanden hatte, als er in Machu Picchu ankam.

Dann fing ich an zu fotografieren, und wusste nicht, wo ich beginnen sollte. Alles war interessant, alles hat sich im Studium schon einmal in der Theorie und auf Bildern gesehen. An Ort und Stelle nicht alles viel gewaltiger, fiel in grandioser und unvorstellbar einzigartig.

Natürlich habe ich eine Reisende, die unmittelbar neben ihr stand, gebeten, diesen Moment mit mir und für mich und auf meiner Kamera festzuhalten.

Nun begann ich mit dem Rundgang und der Besichtigung der zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die die Inkastadt zu bieten hat. Denn dafür stand nur dieser Nachmittag zur Verfügung. Der morgige Tag sollte dem Sonnenaufgang und dem Aufstieg auf den Huayna Picchu gelten.

Ich hatte meine Reise bis ins kleinste Detail geplant und dafür gesorgt, dass dieser Besuch noch vor dem 15. September abgeschlossen sein würde. Die europäischen Sommermonate, Mai bis Mitte September gehören zur Trockenzeit und garantieren zwar nicht immer puren Sonnenschein, aber Nebel und Regen braucht man in dieser Zeit nicht zu fürchten

Ein Besuch im Reich der Inka – Der Rundgang durch Machu Picchu

Die große Inkastadt wurde unter dem Inkaherrscher Inka Pachacutec Yupanqui (1438-1471) begonnen. Die Vollendung erlebte sie erst unter seinem Sohn Tupac Yupanqui (1471-1493). Die meisterhafte Art und Weise der Steinbearbeitung, die so perfektioniert ist, dass in die Fugen nicht einmal eine Messerklinge passt, ist meisterhaft und wurde zu einer Zeit ausgeführt, in der die Erbauer weder das Rad noch Werkzeuge aus Metall kannten. Und das alles in den schwer zugänglichen und kraftraubenden Anden.

Das Wachhaus (Guard House)

Das Wachhaus ist ein kleines Steingebäude oberhalb der eigentlichen Ruinen und etlicher Terrassen. Von hier aus haben Besucher den weltbekannten Ausblick auf die unter ihnen liegenden Ruinen und den Huayna Picchu, jenem Berg gegenüber, der das Wahrzeichen von Machu Picchu ist. Vor allem bei Sonnenaufgang ist hier der richtige Ort.

Stadttor

Das links unterhalb des Wachhauses gelegene Stadttor führt in den städtischen Bereich von Machu Picchu. So unscheinbaren dieses Tor auch wirkt, so war es doch mit verschiedenen Sicherheitsmechanismen ausgestattet. Man konnte den Eingang durch ein Verriegelungssystem verschließen.

Am Tor lassen sich zwei verschiedene Arten des Mauerbaus der Inka erkennen. Der obere Teil besteht aus kleineren Steinen, die nur grob behauen sind und verfugt wurden. Der untere Teil, vom Türsturz abwärts, ist mit geschliffenen und homogenen Steinblöcken aufgebaut, die perfekt ineinander passen.

Sonnentempel

Eines der beeindruckendsten Bauwerke in der Inkastadt ist der Sonnentempel. Er ist unzweifelhaft eines der Zentren der ganzen Stadt. Dafür spricht auch, dass die Residenz des Erbauers Pachacuti Inca Yupanqui direkt neben dem Tempel erbaut wurde.

Der Name des Tempels ist nicht zufällig. Forscher fanden heraus, dass die turmförmige Konstruktion der Anlage dazu diente den Lauf der Sonne zu beobachten. Zwei der Fenster sind exakt auf jene Punkte ausgerichtet, an denen die Sonne zu den Tagen der Sonnenwende aufgeht. So konnten die Inka den richtigen Zeitpunkt für die Aussaat oder die Ernte bestimmen.

Ich habe diesen Tempel am frühen Morgen gesehen. Mich hat besonders beeindruckt, dass der Unterbau. Aus einem Volumen geschliffenen Felsen besteht, ähnlich einem Altar. Darauf ist das Oval der Tempelmauer errichtet, das eine gewisse Ähnlichkeit mit den Resten des Tempels in Cusco aufweist.

Das Innere des Gebäudes ist edel verarbeitet und besteht aus der Sekte angeordneten Steinblöcken und einer Reihe, für die Architektur der Inka typischer Nischen. Man vermutet heute, dass diese Nischen rituellen und liturgischen Zwecken dienten.

Intihuatana-Pyramide

Kaum zu übersehen ist das als Inithuatana-Pyramide bekannte Gebäude. Es ist auf der einen Seite mit Terrassen versehen, die spektakulär am Abhang zum Urubamba-Tal liegen. Auf der Stadt zugewandten Seite wirkt die Anlage wie ein Felsen, auch wenn sich in der Gesamtansicht die Form einer Pyramide ergibt.

Die beiden Treppen, auf jeder Seite eine, sind wahre Meisterleistungen der Steinmetzkunst, wurden Sie doch aus dem harten Granit einzeln herausgehauen. Der Ort wurde vermutlich gewählt, weil er einer der höchsten Punkte der Stadt ist und somit den Göttern am nächsten.

Der Name Intihuatana gibt in der Übersetzung Auskunft über die vermutliche Nutzung. Intihuatana = ‚dort, wo die Sonne angebunden wird‘. Man geht heute davon aus, dass hier durch religiöse Riten versucht wurde, ein endgültiges Untergehen der Sonne zu vermeiden und sicherzustellen, dass sie wieder aufgeht.

Intihuatana-Stein

Es handelt sich am oberen Ende der Intihuatana-Pyramide um einen riesigen Naturstein der bearbeitet wurde und zu einer Säule von knapp 50 cm geformt ist. Ob er, wie lange angenommen wurde, als eine Sonnenuhr fungierte, ist unklar. Allerdings dürfte seine Bestimmung ebenfalls mit dem Ackerbau und der Landwirtschaft zu tun gehabt haben.

Die Termine für Aussaat und Ernte, den Beginn von Sommer und Herbst zu kennen, war für die Bewohner überlebenswichtig. Das Vorhandensein so vieler mit der Astronomie verbundenen und nach den Gestirnen ausgerichteten Gebäude, lässt für Machu Picchu eine viel gewichtigere Bedeutung vermuten, als man das bisher angenommen hat.

Denn anhand solcher, für die Zeit des 16 Jahrhunderts sehr präziser Daten, waren auch die Festlegung von Festen, die Ausrichtung von Prozessionen zu Ehren der Götter oder auch weitergehende Forschungen möglich.

Die Wasserversorgung – Brunnen, Wasserkanäle und Quellen

In Machu Picchu lebten nach heutigen Schätzungen bis zu 1200 Menschen. Sie waren aufgrund der Lage ihrer Stadt gezwungen, sich selbst mit allem zu versorgen. So wurde Landwirtschaft betrieben. Für das tägliche Leben waren als nicht unerhebliche Mengen Wasser nötig. Dieses Wasser wurde in einem ausgeklügelten Kanalsystem durch die Stadt geleitet. Es kam von Quellen, die unweit der Stadt lagen und auf Regenwasser angewiesen waren. Insgesamt gibt es 16 Becken, aus denen das Wasser geschöpft werden konnte. Das Wasser gelangte auch auf die Felder, die auf den überall sichtbaren Terrassen lagen.

Königsgrab (Grab des Herrschers)

Direkt unterhalb des Sonnentempels befindet sich, hineingemeißelt in den natürlichen Felsen das Königsgrab. Man kann nur erahnen, welche Mühe es gemacht haben muss diese Anlage in den Granit zu hauen.

Ob es sich bei der Person, für die das Grab letztlich bestimmt war, tatsächlich um einen Herrscher oder nur um eine wichtige Persönlichkeit des gesellschaftlichen oder religiösen Lebens gehandelt hat, ist heute nicht mit letzter Sicherheit zu sagen.

Bemerkenswert ist ein Felsen im Außenbereich, in den drei Stufen gemeißelt wurden. Es handelt sich um das Symbol für die Mutter Erde (Pachamama). Dieser Felsen wurde künstlich mit dem Unterbau des Sonnentempels verbunden.

Die Stufen führen in einer Grotte im Felsen, die mit sauber verfugten Steinkeilen geschmückt ist. Nischen in der Grotte lassen auf Zeremonien schließen, die hier abgehalten werden konnten.

Haus des obersten Priesters

Der Name ‚Haus des Priesters‘ wurde diesem recht einfachen Gebäude von Hiram Bingham gegeben. Vermutlich hatte es eine ganz andere Bedeutung. Die Nähe zum Haupttempel in Machu Picchu dürfte dem Gebiet der Entdecker zu dieser Benennung bewogen haben. Die Ausführung ist im Vergleich zu anderen Tempeln und Bauwerken sehr einfach.

Der Haupttempel

Direkt gegenüber vom Haus des Priesters liegt der Haupttempel in Machu Picchu. Auffallend ist, dass die den Platz zugewandte Seite des Tempels ohne Mauer und somit offen ist. Es handelt sich um recht große Steinblöcke, die aufwendig behauen wurden. An der Rückwand, ist ein Steinaltar zu sehen. Im Verhältnis sieben zu fünf befinden sich trapezförmige Steinnischen in den Wänden.

Der heilige Platz

Der heilige Platz ist eine freie Fläche, in die von mehreren Gebäuden umgeben ist. Hierbei dürfte es sich um religiöse Bauten handeln, denn Plätze wurden in Machu Picchu oft führen rituelle Handlungen genutzt. Dass der heilige Platz auch im Zusammenhang mit den Sternen und der Astronomie der Inka steht.

Dafür spricht die Tatsache, dass der Platz nach Westen hin offen ist. Blickt man den Richtung Süden, so erscheinen in der Nacht hätten die Sterne, die das Kreuz des Südens bilden.

Interessant ist auch der in diesem Zusammenhang stehende gemeißelte Felsen auf dem Boden. Er ist rautenförmig und weist vier Spitze auf, die ein Kreuz beschreiben.

Tempel der drei Fenster

An der Ostseite des heiligen Platzes liegt der Tempel der drei Fenster. Seine riesigen Steinblöcke wurden glatt poliert und perfekt aufeinandergesetzt. Auch dieses Bauwerk besitzt nur drei Mauern und ist nach einer Seite hin offen. Im Mittelpunkt des Inneren befinden sich mehrere Steinblöcke und eine Säule. Der Name des Tempels rührt von jenen drei Fenstern her, die dieser Säule gegenüber liegen.

Der Hauptplatz (Esplanade)

Zwischen den beiden Erhebungen in Machu Picchu befindet sich eine große Esplanade. Sie besitzt drei Abstufungen, sodass der Eindruck entsteht, es handele sich um drei Plätze. Das nördlichste Areal und liegt direkt unterhalb der Pyramide des Intihuatana. Dieser Bereich dürfte ebenfalls für religiöse Feier gedacht gewesen sein, denn hier wurden zahlreiche Keramikscherben gefunden. Diese nutzten die Inka, um für Fruchtbarkeit und die Erde zu bezahlen.

Tempel des Kondors

Dieser Tempel trägt auch den Namen ‚Gefängnis‘, denn zahlreiche Kerker liegen direkt in seiner Nähe. Es ist unwahrscheinlich, dass dieses Gebäude jemals für religiöse Feierlichkeiten genutzt wurde. Die Namensgebung basiert auf der Form des Außenbereichs.

Dieser hat Ähnlichkeit mit den ausgebreiteten Flügeln eines Kondors. Welche Strafmaßnahmen in den Gefängnissen der Inka an der Tagesordnung waren, darüber lässt sich nur spekulieren. Es sind unterirdische wie auch überirdische Kerker vorhanden.

Die Wohnhäuser

In Machu Picchu finden sich zahlreiche Wohnhäuser unterschiedlicher Bauart. Je nach gesellschaftlichem Stand und dem Vermögen des Bauherrn oder Besitzers sind die Gebäude ausgeführt. Typisch sind die Dreiecksgiebel. In den Häusern kannten die Inka keine Möbel und es ist nur schwer vorstellbar, dass das Leben hier oben in den Anden in diesen Behausungen angenehm oder gar gemütlich war.

Trapezfenster und das Mauerwerk

Die Architektur der Inka weist einige typische Elemente auf. Da sind vor allem die Mauern, die meist vier bis sechs Grad nach innen geneigt sind. Das passgenaue Aufeinanderlegen der Steinblöcke, die vermutlich mit Kieselsteinen behauen wurden und die anschließende Verfugung mit Lehm, machte die Gebäude stabil und ließ sie Erdbeben überstehen.

Maßgeblich zum äußerlichen Erscheinungsbild der Inka-Architektur tragen die trapezförmigen Fensteröffnungen bei. Sie sind überall in Machu Picchu zu finden. Auch manche Türöffnungen sind auf diese Weise gestaltet. Andere wieder in der uns heute bekannten rechteckigen Bauweise.

Die landwirtschaftlichen Terrassen

Ein beherrschendes Element der Inkastadt sind die zahlreichen Terrassen. Sie wirken wie eine Freilichtbühne. So einfach diese Anlagen heute erscheinen, sind sie doch Meisterwerke der Agrarkunst. Die Terrassen sind, basierend auf der bereits vorhandenen natürlichen Topografie in die Landschaft gesetzt.

Dazu mauerten die Inka Tausende Kilometer Stützmauern in ihrem Herrschaftsgebiet. Die Terrassen nennt man ‚Andenes‘. Die Andenes erlaubten nicht nur, Felder an Steilhängen von oft mehr als 60 Grad Neigung zu bauen, sondern verhinderten auch die Auswaschung durch Erosion.

Man arbeitete im landwirtschaftlichen Bezirk Machu Picchus zunächst für sich selbst und den Unterhalt der eigenen Familie. Denn wenn ein Mann heiratete, erhielt er ein ‚topo‘, ein Stück Land, das er bewirtschaftete. Einen Teil der Erträge stellte er zur Verfügung und das Feld war nicht sein Eigentum.

Mein Rundgang durch Machu Picchu endet – neue Herausforderungen warten

Nach fast 8 Stunden Rundgang durch Machu Picchu bin ich überwältigt und kann kaum glauben, was ich alles sehen durfte. Dazu war das Wetter wunderschön, was in Machu Picchu keine Selbstverständlichkeit ist. Mit jedem Schritt, in jedem neuen Bauwerk und mit jeder weiteren Aussicht auf die Landschaft war ich mir der Einmaligkeit dieses Besuches bewusst, den ich ohne Zeitdruck genießen durfte.

Fazit

Der erste Tag ist geschafft. Machu Picchu habe ich besucht! Am nächsten Morgen wartete nun die eigentliche Herausforderung des Besuchs in der Inkastadt auf mich – die Besteigung des Huayna Picchu – das Wahrzeichen der Landschaft.

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