Corcovado und Cristo Redentor in Rio de Janeiro

Corcocado und Cristo Redentor in Rio de Janeiro
Corcocado und Cristo Redentor in Rio de Janeiro

Der Berg Corcovado und Cristo Redentor (Christusstaue), die weltberühmte Statue des Erlösers sind neben dem Zuckerhut Pão de Açúcar die unbestrittenen Wahrzeichen von Rio de Janeiro. Egal ob man mit dem Flugzeug, dem Schiff oder mit dem Auto anreist, beide sieht man schon von Weitem und weiß: Rio de Janeiro ist erreicht. Der auffällige Felsen ist 710 m hoch und ist einer der zahlreichen Hügel und Berge, in die Rio eingebettet ist. Auch wenn Städte eher selten als schön zu bezeichnen sind und auch in der brasilianischen Metropole die sozialen Probleme allgegenwärtig sind, so ist die Lage einzigartig und ein Postkartenmotiv des Landes. Von tropischem Grün bewachsene Hügel und auch solche herausragenden Berge, wie der Corcovado sind bestimmend für das Stadtbild. Ein Besuch hier oben gehört in jedes Besuchsprogramm in der Stadt.

Entsprechend ist der Andrang von Besuchern aus aller Welt. Um den Gipfel und die Aussichtsplattform zu erreichen, sollte man die Corcovado-Bergbahn nehmen. Mit dem Auto ist die Auffahrt zwar möglich, dazu kann einer der Vans genommen werden, die regelmäßig aus der Stadt auf den Berg fahren. Zu Fuß ist der Weg etwas für ausdauernde Wanderer, aber auch, was die Anforderungen angeht, bei tropischen Temperaturen, nicht ohne!

Die Bergbahn war eine Herausforderung

Bergbahn zum Corcovado
Bergbahn zum Corcovado

Die Bergbahn auf den Corcovado war zur Zeit ihrer Planung und Erbauung eine ingenieurtchnische Meisterleistung. Bei ihrer Fertigstellung im Jahr 1884 war sie die erste Bergbahn ganz Brasiliens. Zu bemerken ist auch, dass es dieselbe Bahn war, die Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts, die einzelnen Teile der Christusstatue Cristo Redentor auf den Berg beförderte. Der erste Passagier am 9. Oktober 1884 war kein geringerer als der brasilianische König Dom Pedro II., der zu den Einweihungsfeierlichkeiten gekommen war. Die Bahnstrecke ist 3829 m lang und überwindet in dieser Zeit extrem steiles Terrain. Waren es bis 1910 noch Dampfloks, so wurde die Bergbahn danach elektrisch betrieben. Es handelt sich um eine Zahnradbahn. Nur so ist ein sicherer Halt auf der schwierigen Strecke überhaupt möglich. Dabei durchquert die Bahn den „Floresta da Tijuca“, den größten Stadtwald der Erde.

Corcovado und Cristo Redentor – Die Aussicht ist einzigartig

Blick auf Rio de Janeiro und den Zuckerhut
Blick auf Rio de Janeiro und den Zuckerhut

Wer oben angekommen ist, muss nun noch die verbleibenden 220 Treppenstufen hinaufgehen, einen der Aufzüge oder aber die Rolltreppe benutzen. Dann ist es soweit: Corcovado und Cristo Redentor liegen unter dem Besucher bzw. direkt über seinem Kopf. Berauschend aber ist die Aussicht. Es handelt sich vielmehr nahe zu um einen 360°-Rundblick. Der Balkon, auf dem auch die Christus-Staue steht, ist so angelegt, dass ein Blick in alle Himmelsrichtungen möglich ist.
Reisende aus aller Welt schauen auf die Guanabarabucht, den Pão de Açúcar (Zuckerhut) und neben einigen anderen Stränden auch die Copacabana sehen.

Auch wenn das Wetter in Rio keineswegs immer so sonnig ist, wie die Reisekataloge dies versprechen, wenn man Sonnenschein erwischt, ist es ein einzigartiges Reiseerlebnis. Aber ebenso heftiger Dauerregen mit 0-Sicht sind keine Seltenheit.

Cristo Redentor – der Erlöser beschützt Rio de Janeiro

Cristo Redentor in Rio de Janeiro
Cristo Redentor in Rio de Janeiro

Corcovado und Cristo Redentor sind untrennbar miteinaner verbunden und mit Rio de Janeiro. Man hat bei Umfragen festgestellt, dass zwar eher wenige Menschen wissen wer oder was der Corcovado ist, aber über 90 % der Befragten verbanden die Stadt mit der Christus-Staue. Seit 2007 der Erzbischof von Rio die Statue zum Wallfahrtsort erklärt hat, können hier auch Gottesdienste wie Taufen oder Hochzeiten zelebriert werden. Die Statue wurde 1931 eingeweiht. Das geschah nach eine Planung und Bauzeit von rund 10 Jahren. Es war der Ingenieur Heitor de Silva Costa, der die Idee hatte und die Entwürfe anfertigte.

Die Wahl für den Standort fiel auf den Corcovado, weil hier bereits die Bergbahn ihren Dienst tat und das Transportproblem etwas kleiner wurde. Die Teile wurden in Frankreich hergestellt und mit dem Schiff über den Atlantik nach Rio de Janeiro gebracht. Erst am Standort setzte man die Statue zusammen, die 38 m hoch ist und 1150 Tollen wiegt. Cristo Redentor war damals die größte Darstellung Jesu auf Erden. Heute nimmt sie nur Platz sechs in dieser Liste ein.

Corcovado und Cristo Redentor als Wahrzeichen

Rio im Sonnenuntergang
Rio im Sonnenuntergang

Der Corcovado ist einer der auffälligsten Berge im Stadtgebiet Rios. Der Cristo Redentor erstrahlt in weiß und ist somit mit seinen ausgebreiteten Armen weithin sichtbar. Zum Einen heißt er Reisende willkommen, zum anderen ist dies ein Sinnbild für das Spenden des Segens. Von vielen Orten in der Stadt kann man sowohl den Berg als auch den Christus sehr schön sehen. Zum Wahrzeichen wurde er spätestens als die Statue bei aktuellen Anlässen und Festen entsprechend angestrahlt wird. Die Bergbahn, der Corcovado und Cristo Redentor in Rio de Janeiro sind, auch wenn sie ursprünglich nicht füreinander bestimmt waren, zu einem weltweit einzigartigen Ensemble geworden und zu einem der Wahrzeichen Brasiliens.


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Corcocado und Cristo Redentor in Rio de Janeiro
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Corcovado und Cristo Redentor in Rio
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Cristo Redentor in Rio de Janeiro
Cristo Redentor in Rio de Janeiro

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