Die Batu Hoehlen und das Schwitzen

Blick von den Batu-Caves-in-Malaysia
Blick von den Batu-Caves-in-Malaysia

Die Batu Hoehlen sollte jeder Besucher in Kuala Lumpur auf seinem Reiseplan haben. Nur 15 km ausserhalb der der malaysischen Hauptstadt befindet sich eines der wichtigsten Heiligtümer des Hinduismus des Landes. In die fast senkrechte Felswand führen 272 Stufen hinauf. Jede Stufe ist zwar nicht besonders hoch, aber in der Addition fordern sie dem Reisenden doch ein wenig Kondition ab. Dazu kommt noch das schülwarme und feuchte Klima der Tropen. Hier kommt jeder ins Schwitzen. Zum Wahrzeichen dieser Pilgerstätte wurde die riesige Statue des Gottes Murugan, zu Ehren dessen Sieg über einen Dämonen die Schreine errichtet wurden, die in der Höhle zu bewundern sind. Die Figur ist 42 m hoch und bietet mit dem Anblick der Felswand und der Treppe einen unvergesslichen Reiseeindruck Malaysias.

Die „unheiligen“ heiligen Affen der Batu Hoehlen

Im Inneren der Batu-Caves-in-Malaysia
Im Inneren der Batu-Caves-in-Malaysia

Ein wenig Vorsicht ist beim Besuch der Batu Hoehlen schon geboten. Denn während der Besucher mit dem Aufstieg und mit dem eigenen Körper beschäftigt ist, warten an den Treppenrändern zahllose Affen darauf, eine schackhafte Mahlzeit zu ergattern. Dabei nehmen Sie wenig Rücksicht auf die schwitzenden Reisenden. Sie lassen sich füttern, entreißen aber nicht selten den Pilgern Dinge, die vermeindlich interessant sind und ihre Neugier erwecken. Dazu gehören Brillen, Tücherm Hüte, Handtaschen, aber auch Eistüten, Wasserflaschen und Sandwiches. Die Makaken sind vor allem dann, wenn sich Junge in der Nähe befinden unberechenbar und beißen auch schonmal zu, wenn man ihnen zu Nahe kommt. Dennoch: Mit etwas Abstand ein tolles Fotomotiv.

400 Millionen Jahre sind kein Alter

Wissenschaftler schätzen das Alter der Batu Hoehlen auf rund 400 Millionen Jahre. Schon immer waren Sie ein Versteck für hier lebende Menschen und boten Jahrhunderte lang ganzen Sippen Schutz. Der Reiseführer berichtet, es soll der Tamile Thamboosamy Pillay gewesen sein, der die Höhlen in Heiligtümer verwandelte. Die Legende berichtet demnach, daß der Händler, aus Singapur kommend, über dem Eingang der Haupthöhle den göttlichen Speer Murugans gesehen haben soll. Daraufhin beschloss er, in der Höhle einen ersten Schrein bauen zu lassen. Schon bald danach kamen die ersten Beter hierher und im Laufe der Zeit eine unübersehbare Masse von Pilgern. Noch heute findet um den Beginn des Monats Februar das „Thaipusam“ statt, eines der wichtigsten Feste der Hindus in Malaysia.

Die schiere Höhe der Batu Caves überwältigt

Batu-Caves-in-Malaysia
Batu-Caves-in-Malaysia

Wer nach dem Aufstieg endlich die Höhlen betritt und sich an das Halbdunkel gewöhnt hat, erkennt riesige Räume. Drei Höhlen sind mit Schreinen, Gebetsaltären und Figuren geschmückt. Viele Schreine dienen der Verherung des Gottest Murugan andere sind dem Affengott Hunaman gewidmet. Im hinteren Teol der Haupthöhle befindet sich eine weitere Treppe. Wer diese hinaufsteigt erreicht ein nach oben offenes Felsrund, das tropisch grün bewachsen ist und die Größe der Höhlen anschaulich macht. Auch hier ein großer Schrein und stets viele Pilger.

Tiere gibt es auch in den Batu Höhlen

In einer Höhle der Tropen darf man getrost auf viele Tiere „hoffen“ (fürchten?). Nun bei meinem Besuch gab des verschiedene Vogelarten, Fledermäuse und vor allem recht große Leguane in den Höhlen. Das macht den Besuch für all diejenigen, die für die Fauna zu begeistern sind, spannend und interessant, für andere, die an Fobien leiden, eher zum Alptraum, denn auch Spinnen sind in den Höhlen zu Hause. Allerdings muss man schon gezielt hinsehen, um im Halbdunkel der Anlage die Netze an den Seiten vor den Felswänden zu erkennen.

Fazit

Die Batu Caves sind ein Höhepunkt jeder Asienreise und beim Besuch Malaysias unverzichtbar. Sie sollten in jedem Reiseplan Beachtung finden. Für den Besuch sollten zwei Stunden angesetzt werden, denn man muss die Treppen benutzen. Aufzüge gibt es nicht. Zusammen mit der Anreise aus Kuala Lumpur sollten 4 Stunden Zeit zur Verfügung stehen. Fotografen müssen ihre Kameras auf Grund der langen Belichtungszeiten auflegen, damit nichts verwackelt. Stative sind nicht erlaubt, da es sich um einen heiligen Boden handelt.

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