Die größte Stadt der Welt feiert die Kirschblüte

DSC 1808 -Die größte Stadt der Welt feiert die Kirschblüte
Die Nijubashi-Brücke und Kaiserpalast in Tokio

In Tokio angekommen, der größten Stadt der Welt. Das bekannteste Foto des Kaiserpalasts in Tokio kann der Besucher an der im Volksmund Brillenbrücke genannten steinernen Brücke sehen. Rund 3,5 qkm Park mit einem herrlichen Baumbestand umgeben den Palast, der auf den Resten der alten Edo-Burg entstand, die einst von Schogunen errichtet und später durch ein Feuer zerstört wurde. Der Palast ist modern aber doch in traditionell japanischem Stil gehalten. Das Besuchen des Palasts ist nur am 23. Dezember, dem Geburtstag des Kaisers und am 2. Januar möglich.
Die Nijubashi-Brücke ist mit ihren zwei steinernen Bögen, die wie Brillengläser aussehen, das Ziel zahlloser Touristen, die besonders zur Zeit der Kirschblüte die Farbenpracht der Bäume fotografieren wollen.

Der Asakusa Tempel

Strasse zum Asakusa Tempel
Strasse zum Asakusa Tempel

Die Strasse zum Asakusa Tempel ist ein beliebtes EinkaufNicht minder berühmt und ebenso fotogen ist Tokios ältester und zugleich größter Tempel, der Asakusa. Wer diesen besuchen möchte, sollte wissen, dass er hier nie allein ist. Die Menschenmassen Asiens sind für einen Europäer an dieser Stelle eher furchterregend. Znächst durchschreitet man das große Vortor („Hōzō-mon“), das, wie alle andere Portale auch riesige Lampions enthält. Sie gelten als die größten der Welt. Das passt zur größten Stadt der Welt. Danach eröffnet sich eine rund 1 km lange Strasse.Auch diese asiatische Besonderheit ist bemerkenswert. Während man weit hinten schon das Haupttor des Tempels erkennen kann, ist die Fülle von Geschäften für Kleidung und Devotionalien und Esstuben unfassbar. Hier geht es nicht um Souvenirs, auch die Japaner gehen ganz normal zum Einkauf durch die Strasse. Touristen locken die typischen japanischen Imbissgerichte wie Nudeln, Sushi und Tempura. Sehr bemerkenswert ist, dass Essen auf der Strasse und „to go“ also auf die Hand in Japan verpönt ist, Man bleibt beim Imbiss oder im Geschäft und verlässt dieses erst, wenn das Essen beendet ist.

Der Asakusa – das große Heiligtum Tokios

Der Asakusa Te,pel in Tokio
Der Asakusa Te,pel in Tokio

Dann ist der Tempel erreicht. Der Legende nach sollen drei Fischer im Jahre 628 eine 5 cm große goldene Kannon-Statue in ihrem Netz gefunden haben, die dann verehrt wurde. Im Jahre 645 errichtete der Priester Shōkai an der gegenwärtigen Stelle einen Tempel. 942 wurde der Tempel von Taira no Kinmasa, damals Awa-no-kuni no kami, wiedererrichtet. 1642 brannte die Anlag ab und wurde wieder errichtet. Die Kombination der Tore mit der mehrstöckigen Pagode, der Haupthalle und dem Shinto-Tempel, ist ein Höhepunkt eines Tokio-Besuchs. besonders reizvoll ist das leuchtende Rot, das alle Gebäude schmückt. Die Farbe bildet einen wunderbaren Kontrast zum blauen Himmel am heutigen Tag. Hinzu kommen die unüberseebaren Menschenmassen. Das ist Asien, wie man es sich als Europäer vorstellt. Dennoch läuft alles geordnet ab. Keiner hetzt, keiner drängt. Es ist eben ein heiliger Ort und hier zählt Meditation und Gebet.

Die Pagode des Asakusa Tempels in Tokio
Die Pagode des Asakusa Tempels in Tokio
Pagode des Asakusa Tempels in Tokio

 

Die Ginsha Road und die größte Stadt der Welt
Die Ginsha Road und die größte Stadt der Welt
Die Ginsah Road ist die längste Einkaufstrasse in Tokio

Die größte Stadt der Welt und Sakura

Kirschbüte im Stadtteil Chidorigafuchi in Tokio
Kirschbüte im Stadtteil Chidorigafuchi in Tokio
Kirschblüte in Chidorigafuchi in Tokio

Und natürlich fehlt auch heute nicht die Kirschblüte. Ich bin sehr glücklich, dass wir es während unserer Reise perfekt getroffen haben und das in der größten Stadt der Welt. Mitunter planen Besucher ihre Reise zu früh oder zu spät. Und dann ist die Enttäuschung groß. Doch wir haben exakt die Woche der vollen Blüte erwischt und dazu noch strahlenden Sonnenschein bei 20 Grad – und das ist auch in Tokio um diese Jahreszeit selten. Sonnig ja, aber doch deutlich kühler ist die Norm. Wir sind nach Chidorigafuchi gefahren. Nach dem Ueno Park, den wir gestern besuchten, sind die Kanäle der ehemalige Edo-Burg ein Hotspot der Kirschblüte.

Die Ufer sind gesäumt von Hunderten Bäumen und die Japaner mieten kleine Boote, um den blühenden Bäumen nahe zu kommen. Es sind weisse oder leicht rosa Blüten. Allerdings handelt es sich nicht um Kirschen wie wir sie als Früchte kennen. Im Gegenteil. Es sind Zierkirsche. Sie duften nicht und es entstehen keine Früchte, die man verwerten könnte wie richtige Kirschen. Sakura, was soviel wie „Blüten betrachten“ heisst, ist für die Japaner ein nationaler Ritus und ein Stück ihrer Identität. Das merken wir daran, dass selbst sehr alte Menschen mit Kameras, Gehstöcken, Rollatoren und Rollstühlen keine Mühe scheuen, an der Ort dieser Pracht zu gelangen. Und dabei lässt man durch „Hanami-Rufe“ oder ausgelassenes Lachen den Emotionen freien Lauf. Das gibt es in Japan nur zur Zeit der Kirschblüte.

Kirschblüten in Tokio
Kirschblüten in Tokio
Kirschblüten in Tokio

 

Der Meji-Schrein in Tokio

Der Meji-Schrein in Tokio
Der Meji-Schrein in Tokio
Der Meji-Schrein in Tokio

Eines der beeindruckendsten Bauwerke Tokios ist der Meji-Schrein. Er wurde zum Gedächtnis an den Meiji-tennō und seine Frau Shōken-kōtaigo errichtet. Nachdem der Kaiser, der beim Volk sehr beliebt war 1912 gestorben war, begann man mit der Errichtung der Anlage. Unser Stadtführer erzählt mir Stolz, dass rund 120000 Bäume und rund 365 verschiedene Arten zu einem Wald zusammenwuchsen, die den Tempel umgehen. Man läuft rund 20-25 Minuten durch den rund 100 Jahre alten Baumestand. Die Bäume wurden zum Dank an den Tenno von Menschen aus ganz Asien gestiftet. Die Tempelgebäude fielen zwar dem 2. Weltkrieg zum Opfer, wurden aber bis 1958 wieder errichtet. Ein überraschender Ort wo die größte Stadt der Welt weit weg erscheint.

Shibuya – die größte Kreuzung der Welt

 
Die größte Stadt der Welt hat Shibuya, die größte Kreuzung der Welt
Die größte Stadt der Welt hat Shibuya, die größte Kreuzung der Welt

Und schliesslich darf auch Shibuya-Crossing nicht fehlen. Es handelt sich um die größte Kreuzung der Welt und die gehört in die größte Stadt der Welt! An 7 riesigen Fussgängerüberwegen überqueren in Spitzenzeiten pro Ampelphase bis zu 15000 Menschen, das bedeutet einen Durchschnitt von rund 10000 über den Tag verteilt und erreicht knapp eine Viertel Million Überquerungen in 24 Stunden. Die Kreuzung ist ein Treffpunkt für junge Leute. Hier heisst es Aufpassen! Man sollte seine Mitreisenden im Auge behalten, wenn von einer auf die andere Sekunde sind sie aus dem Blickfeld verschwunden und in der Masse untergetaucht. Wir haben uns nicht verloren und Tokio so richtig erlebt, eben alles sehr groß in der größten Stadt der Welt.

Morgen fahren wir zum Mount Fuji oder auch Fujisan genannt, der höchste Berg Japans und eine der schönsten Landschaften des Landes. Nun lassen wir Tokio, die größte Stadt der Welt hinter uns. Wir drücken alle Daumen, daß wir den Vulkan sehen werden, was garnicht so einfach ist, denn oft, selbst bei schönem Wetter, hüllt sich der immer eisebedeckte Berg in Wolken.

Moderne Hochhaus-Architektur in der größten Stadt der Welt
Moderne Hochhaus-Architektur in der größten Stadt der Welt
Moderne Hochhaus-Architektur in Tokio
Tokio ist ein Blütenmeer - Magnolien im Stadtgebiet
Tokio ist ein Blütenmeer – Magnolien im Stadtgebiet
Magnolien in Tokio
Shogun-Gräber im Sengakuji-Tempel in Tokio
Shogun-Gräber im Sengakuji-Tempel in Tokio
Gräber im Sengakuji-Tempel in Tokio