Oman – Geschichte, Nationalhymne, Flagge, Klima
Oman ist ein faszinierendes Land auf der Arabischen Halbinsel, das Tradition und Moderne auf einzigartige Weise verbindet. Die jahrtausendealte Geschichte des Oman spiegelt sich in beeindruckenden Festungen, alten Handelswegen und lebendigen kulturellen Bräuchen wider. Gleichzeitig präsentiert sich der Oman als weltoffenes, stabiles und gastfreundliches Land, das Besucher mit seiner Authentizität überrascht. Oman lädt dazu ein, die ursprüngliche arabische Welt zu entdecken.
Die Landschaft des Oman ist außergewöhnlich vielfältig und reicht von mächtigen Gebirgsketten über weite Wüsten bis hin zu fruchtbaren Oasen. Zahlreiche Wadis, Küstenregionen und das azurblaue Meer prägen das Bild des Landes und machen das Sultanat zu einem Paradies für Natur- und Outdoorliebhaber. Es bietet sowohl Abenteuer als auch Ruhe und lässt Reisende die Schönheit der arabischen Natur intensiv erleben. Seine geografische Vielfalt ist ein Markenzeichen des Landes.
Auch kulturell hat das Land viel zu bieten: Traditionelle Märkte, die berühmte omanische Gastfreundschaft und die ibaditische Prägung verleihen dem Land einen besonderen Charakter. Der Oman hat seine kulturelle Identität bewahrt und gleichzeitig moderne Elemente integriert, ohne seine Wurzeln zu verlieren. Diese harmonische Mischung macht den Oman zu einem der authentischsten Länder der Region. Besucher spüren überall die tiefe Verbundenheit der Menschen mit ihrer Geschichte.
Gleichzeitig entwickelt sich das Sultanat wirtschaftlich stetig weiter und setzt auf nachhaltige Projekte jenseits der Ölwirtschaft. Tourismus, Logistik und Bildung gewinnen zunehmend an Bedeutung und tragen zur Zukunft des Oman bei. Die kluge und langfristig orientierte Politik hat dem Oman Stabilität und eine positive internationale Reputation eingebracht. So blickt Oman mit Zuversicht in eine moderne und zugleich traditionsbewusste Zukunft.
Flagge Oman
Die Flagge des Landes ist ein markantes und bedeutungsvolles Nationalsymbol, das sowohl die Geschichte des Landes als auch zentrale kulturelle Werte widerspiegelt. Ihre heutige Form entstand im Zuge politischer Modernisierungen und wurde schließlich offiziell am 25. April 1995 in Dienst gestellt, wobei frühere Varianten bereits seit 1970 genutzt wurden. Die aktuelle Flagge kombiniert historische Elemente mit modernen Symbolen und Farben, die für die Identität des Sultanats stehen.
Die Flagge besteht aus drei horizontalen Streifen – Weiß, Rot und Grün – sowie einem senkrechten roten Balken an der linken Seite. Innerhalb dieses roten Balkens befindet sich das nationale Wappen des Oman, ein charakteristisches Symbol, das als „Khanjar“ bekannt ist.
Es zeigt einen traditionellen, gekrümmten Dolch, der in einer reich verzierten Scheide steckt, gekreuzt von zwei Schwertern. Dieses Wappen ist seit Jahrhunderten ein Zeichen des omanischen Herrscherhauses und steht für Mut, Verteidigungsbereitschaft und die lange militärische Tradition des Landes.
Die Farben der Flagge tragen jeweils eine eigene Bedeutung, die eng mit der Geschichte und Kultur des Sultanats verbunden ist.
- Weiß symbolisiert Frieden, Reinheit und die Rechtschaffenheit der omanischen Bevölkerung. Es steht zudem für die traditionellen Imame des Oman, die in der Vergangenheit eine bedeutende religiöse und politische Rolle spielten.
- Rot ist eine historische Farbe vieler arabischer Flaggen und repräsentiert im omanischen Kontext vor allem den Schutz des Landes sowie die Tapferkeit der omanischen Krieger. Rot war bereits die dominierende Farbe der alten Flagge des Sultanats von Muscat und Oman, bevor die heutige mehrfarbige Version eingeführt wurde.
- Grün steht für die fruchtbaren Regionen des Landes, insbesondere das bergige Binnenland und die Oasenlandschaften. Gleichzeitig symbolisiert Grün im arabisch-islamischen Kulturraum Fortschritt, Wohlstand und den Islam als zentrale spirituelle Grundlage des Landes.
Der Khanjar im Wappen ist eines der wichtigsten Symbole des Oman. Der Dolch ist tief im omanischen Alltag verwurzelt – traditionell wurde er als Bestandteil der Festtagskleidung getragen und blieb bis heute ein Zeichen der sozialen und kulturellen Identität. Die gekreuzten Schwerter unterstreichen die historische Wehrhaftigkeit und die Bereitschaft, das Land und seine Werte zu verteidigen. Zusammen verkörpert dieses Emblem die Einheit zwischen Tradition, Loyalität und Stolz.
Insgesamt ist die Flagge weit mehr als nur ein Nationalsymbol. Sie ist Ausdruck der historischen Entwicklung des Landes, seiner kulturellen Werte und der lebendigen Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Nationalhymne Oman – Entstehung, Hintergrund, Komponist
Die Nationalhymne des Oman, bekannt als „an-Nashīd as-Salām as-Sulṭānī“ (Hymne des Sultanischen Friedens), spielt eine zentrale Rolle in der nationalen Identität des Landes. Ihre Entstehung ist eng mit der politischen Geschichte des Sultanats und den verschiedenen Phasen staatlicher Modernisierung verbunden.
Ursprünglich wurde die Hymne in den frühen 1970er Jahren eingeführt, als Sultan Qabus bin Said nach seiner Machtübernahme 1970 eine umfassende Erneuerungsphase einleitete. In dieser Zeit suchte man ein musikalisches Werk, das sowohl die Tradition als auch die neue Ausrichtung des Landes widerspiegeln sollte.
Die Musik der Hymne wurde vom britischen Komponisten James Frederick Mills geschaffen. Seine Aufgabe bestand darin, eine melodische Struktur zu entwickeln, die sowohl feierlich als auch repräsentativ wirkt und den internationalen Standards einer Nationalhymne gerecht wird, ohne dabei die lokale musikalische Ästhetik aus den Augen zu verlieren. Mills entschied sich für eine kraftvolle, majestätische Komposition, die an europäische Hymnenformen erinnert, gleichzeitig aber Raum für die kulturelle Identität des Oman lässt.
Der ursprüngliche Text stammte vom einheimischen Dichter Rashid bin Uzayyiz al-Hilali, der ihn speziell zu Ehren von Sultan Qabus schrieb. Die frühe Version der Hymne war ausdrücklich auf die Person des Sultans bezogen – ein in vielen Monarchien übliches Konzept. Der Text pries die Führung des Herrschers, wünschte ihm Ruhm, Stärke und ein langes Leben. Dieser personalisierte Charakter blieb über Jahrzehnte bestehen und war ein Symbol der Loyalität gegenüber dem Sultan.
Eine wesentliche Veränderung erfolgte jedoch im Jahr 2020, nach dem Tod von Sultan Qabus und dem Amtsantritt seines Nachfolgers, Sultan Haitham bin Tariq. Der neue Sultan ordnete an, den Text der Nationalhymne zu überarbeiten. Die Passage, die direkt den Namen von Sultan Qabus erwähnte, sollte entfernt werden, um die Hymne dauerhaft als nationales – und nicht personenbezogenes – Symbol zu etablieren.
Diese Änderung zielte darauf ab, die Hymne auf das Sultanat als Ganzes, sein Volk, seine Tradition und seine Souveränität auszurichten. Wer genau die Überarbeitung des Textes vornahm, wurde offiziell nicht hervorgehoben, wurde jedoch in enger Abstimmung mit dem Diwan des Königlichen Hofes durchgeführt.
Thematisch drückt die Hymne heute vor allem Stolz, nationale Einheit, Loyalität gegenüber dem Land, Liebe zur Heimat und Treue zur omanischen Identität aus. Sie würdigt die Geschichte und den kulturellen Reichtum des Sultanats und betont die Bedeutung von Frieden, Stärke und Stabilität.
Text der Nationalhyme von Oman
Text der Nationalhymne des Oman (Arabsich)
يَا رَبَّنَا اَحْفَظْ لَنَا جَلَالَةَ السُّلْطَان
وَالشَّعْبَ فِي الْأَوْطَان
بِالْعِزِّ وَ الْأَمَان
𝄇 وَلْيَدُمْ مُؤَيَدَا
عَاهِلًا مُّمَجَّدَا
بِالنُّفُوسِ يُفْتَدَىٰ 𝄆
يَا عُمَانْ نَحْنُ مِنْ عَهْدِ النَّبِي
أَوْفِيَاء مِنْ كِرَامِ الْعَرَبِي
فَارْتَقِي هَامَ السَّمَاء
وَامْلَئِي الْكَوْنَ ضِيَاء
وَاسْعَدِي وَانْعَمِي بِالرَّخَاء
Nationalhymne Oman (Deutsche Übersetzung)
Allmächtiger, beschütze Seine Majestät den Sultan
und sein Volk in ihrer Heimat
mit Stolz und Frieden
𝄆 Möge er lange leben und triumphieren
als ein verherrlichter Anführer
für den wir unser Leben geben würden 𝄇
O Oman, seit der Zeit des Propheten
gehören wir zu den treuesten und edelsten Arabern
Steige also auf zum Gipfel des Himmels
Erleuchte den Kosmos
Und freue dich und genieße den Wohlstand.
Die Landschaften Omans
Der Norden – Hajar-Gebirge und Küstenebenen
Der Norden des Landes ist geprägt von einer spektakulären Mischung aus Gebirgszügen, fruchtbaren Oasen und tief eingeschnittenen Tälern. Dominierend ist das Hajar-Gebirge, das sich entlang der Küste des Golfs erstreckt. Diese Bergkette ist die höchste des Landes und beherbergt den Jabal Shams, den mit über 3000 Metern höchsten Berg Omans.
Die Landschaft ist hier schroff und eindrucksvoll, geprägt von zerklüfteten Felsformationen, tiefen Schluchten und extremen Höhenunterschieden. Eine der bekanntesten Schluchten ist der sogenannte „Grand Canyon Oman“, eine imposante Felslandschaft, die an ihre weltberühmten Namensvetter erinnert.
Zwischen den Gebirgsregionen liegen zahlreiche Oasen, wie das fruchtbare Wadi Bani Khalid oder das idyllische Wadi Shab, die durch ganzjährig fließende Wasserquellen geprägt sind. Palmenhaine, türkis schimmernde Pools und üppige Vegetation kontrastieren hier drastisch mit der trockenen Bergwelt.
Entlang der Küste, insbesondere in der Region um Muscat, wechseln sich felsige Küstenabschnitte mit Sandstränden und kleinen Buchten ab. Das Meer prägt diesen Teil des Landes seit Jahrhunderten und spielte eine entscheidende Rolle für die Seefahrtstradition.
Die nördliche Küstenebene, die sogenannte Batinah-Ebene, gehört zu den fruchtbarsten Gebieten Omans. Hier befinden sich ausgedehnte Dattelpalmenplantagen, Zitrusgärten und traditionelle Dörfer, die durch das historische Falaj-Bewässerungssystem versorgt werden.
Der Nordosten – Musandam und die Meerenge von Hormus
Noch weiter nördlich, vom omanischen Kernland getrennt, liegt die Halbinsel Musandam, ein landschaftlich einzigartiges Gebiet. Diese Region ist berühmt für ihre fjordähnlichen Küstenformationen, die häufig als „Arabische Fjorde“ bezeichnet werden.
Steile Klippen ragen hier aus dem türkisfarbenen Wasser empor, und kleine Fischerdörfer sind oft nur per Boot erreichbar. Die Abgeschiedenheit Musandams macht den Charakter der Landschaft aus: rau, zerklüftet und zugleich von faszinierender Schönheit.
Die Meerenge von Hormus, an deren Eingang Musandam liegt, ist nicht nur geopolitisch bedeutend, sondern auch landschaftlich beeindruckend. Die Wasserstraße ist eng und wird von hohen Felswänden eingerahmt, die den Eindruck vermitteln, dass die Berge direkt ins Meer stürzen. In dieser Region leben zudem verschiedene Delfinarten, die häufig in den Buchten und Fjorden gesichtet werden.
Das zentrale Hochland – Steppe, Hochebenen und Wadis
Bewegt man sich vom Norden aus in das Landesinnere, gelangt man in eine weite, offene Landschaft, die geprägt ist von kahler Steppe, sanft gewellten Hochebenen und trockenen Flussläufen, den sogenannten Wadis. Diese Region bildet das Herz Omans und gilt als typische arabische Stein- und Kieswüste.
Die Dörfer im Inland sind oft um Oasen herum entstanden, die durch die Falaj-Systeme mit Wasser versorgt werden. Die Landschaft ist von einer subtilen Schönheit: In den Wintermonaten wachsen hier vereinzelt Gräser und Wildblumen, während die Sommermonate glühend heiß und extrem trocken sind.
Ein wichtiger Bestandteil dieser Region ist die historische Stadt Nizwa, umgeben von Palmenhainen und fruchtbaren Tälern. Von hier aus erstrecken sich die Berge des Hajar weiter nach Süden und bilden den Übergang zur zentralen Steppenlandschaft.
Die Rub al-Khali – Das ‚Leere Viertel‘
Im Süden der Zentralregion beginnt eine der beeindruckendsten Wüstenlandschaften der Welt: die Rub al-Khali, auch bekannt als das ‚Leere Viertel‘. Diese gigantische Sandwüste erstreckt sich über mehrere Länder der Arabischen Halbinsel, und der omanische Anteil ist geprägt von hohen, wandernden Sanddünen, die in satten Farben von Gold bis Tiefrot schimmern.
Die Landschaft der Rub al-Khali ist geprägt von absoluter Stille, enormen Weiten und sich ständig verändernden Sandformationen. Einige Dünen erreichen Höhen von über 200 Metern. Trotz ihrer Kargheit besitzt die Region eine erstaunliche geologische Vielfalt: Neben Sandflächen gibt es auch Salzpfannen, versteckte Täler und gelegentliche saisonale Vegetation.
Die Rub al-Khali ist eines der extremsten Gebiete des Sultanats und lange Zeit nur schwer zugänglich gewesen. Heute bieten Expeditionen einen Einblick in eine Landschaft, die zu den beeindruckendsten Wüsten der Erde gehört.
Der Süden – Dhofar, Nebelwälder und die Küste von Salalah
Ganz im Süden des Landes liegt die Region Dhofar, die landschaftlich stark vom Rest des Landes abweicht. Hier dominiert der jährliche Khareef, der Sommermonsun, der zwischen Juni und September feuchte Luftmassen vom Indischen Ozean bringt. Während der Khareef-Zeit verwandelt sich Dhofar in eine grüne, fast subtropische Landschaft: Nebelwälder bedecken die Berghänge, und zahlreiche Pflanzenarten blühen auf.
Die Umgebung von Salalah, der Hauptstadt Dhofars, ist für ihre üppigen Wiesen, Kokospalmen und Bananenhaine bekannt – eine Seltenheit auf der Arabischen Halbinsel. Die Küste dieser Region zeichnet sich durch lange Sandstrände, steile Klippen und Lagunen aus. Außerhalb der Monsunzeit wirkt Dhofar trockener, bleibt jedoch im Vergleich zum Norden und Zentrum Omans stets etwas grüner. Gerne kommen die Omani hierher, um den Regen und die Kühle zu erfahren und um das Grab des biblischen Propheten Hiob (Nabi Ayub) zu besuchen, das unweit von Salalah liegt.
Die Bergkette im Hinterland, die Dhofar-Berge, erreicht Höhen bis zu 1500 Metern und fängt große Mengen der Monsunfeuchtigkeit ab. Dadurch entstehen Nebelwälder, die mit ihren knorrigen Bäumen, Farnen und Moosen fast an tropische Bergregionen erinnern. In abgelegenen Tälern wachsen Weihrauchbäume, deren Harz seit der Antike eines der wichtigsten Exportgüter Omans ist.
Oman bietet eine enorme landschaftliche Vielfalt, die von rauen Gebirgen über fruchtbare Küstenebenen und weite Steinwüsten bis zu den grünen Nebelwäldern Dhofars reicht. Von Nord nach Süd zeigt das Land eine beeindruckende Abfolge natürlicher Lebensräume – eine Vielfalt, die Oman zu einem der abwechslungsreichsten Länder der Arabischen Halbinsel macht.
Geschichte des Oman
Frühzeit und Bronzezeit – Die Ursprünge Omans
Die Geschichte des Landes reicht weit zurück und beginnt lange vor dem Aufkommen schriftlicher Quellen. Archäologische Funde belegen, dass das Gebiet des heutigen Oman bereits in der Steinzeit besiedelt war.
Besonders in der Bronzezeit (ca. 3000–1200 v. Chr.) spielte das heutige Staatsgebiet eine bedeutende Rolle im Handel zwischen Mesopotamien, dem Industal und Ostafrika. Unter dem historischen Namen Magan war die Region berühmt für ihren Kupferreichtum. Dieser Rohstoff wurde in großem Umfang abgebaut, verhüttet und exportiert, was Magan zu einem wichtigen Handelspartner mächtiger Reiche wie Sumer oder Akkad machte.
Siedlungen aus dieser Zeit zeigen eine ausgeprägte Kultur mit Grabtürmen, komplexen Handelsnetzen und ersten Formen sozialer Organisation. Die geografische Lage am Arabischen Meer machte die omanischen Küsten schon früh zu Anlaufpunkten für seefahrende Kulturen.
Antike und frühe islamische Zeit – Der Weg zum Sultanat
In der Antike wurde das Land unter verschiedenen Namen erwähnt, darunter Muzun oder Mazun, oft im Zusammenhang mit seinem Handel über See. Griechische und römische Quellen belegen, dass omanische Küstenstädte Teil des internationalen Warenverkehrs waren. Besonders der Handel mit Weihrauch, der überwiegend aus der Region Dhofar stammte, machte Oman berühmt.
Mit der Ausbreitung des Islam im 7. Jahrhundert schloss man sich früh der neuen Religion an. Die omanischen Stämme bekehrten sich bereits zu Lebzeiten des Propheten Mohammed. Politisch entwickelte sich das Sultanat anschließend in Richtung eines Ibadi-Imamats. Der Ibadismus, eine eigenständige Richtung des Islam, wurde im Laufe der Jahrhunderte zum prägenden religiösen Fundament des Landes.
Die frühen Imame regierten nicht als Monarchen, sondern wurden von religiösen und stammesgebundenen Autoritäten gewählt. Damit war Oman im Vergleich zu anderen arabischen Gebieten eher republikähnlich organisiert.
Mittelalter – Seefahrernation und Handelszentrum
Zwischen dem 8. und 15. Jahrhundert erlebte das Imamat eine kulturelle und wirtschaftliche Blütezeit. Dank exzellenter Seefahrtstechnologie, insbesondere der berühmten Dhaus, waren die Omanis auf den Seewegen zwischen Ostafrika, Indien und dem Persischen Golf führend. Die Hafenstadt Sohar wurde zu einem der wichtigsten Handelszentren der islamischen Welt.
Auch der Fernhandel mit China, Südostasien und Ostafrika entwickelte sich stetig. In dieser Epoche war Oman ein bedeutender Akteur im Indischen Ozean und pflegte weitreichende diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen.
Innenpolitisch kam es jedoch immer wieder zu Machtkämpfen zwischen den Imamen im Inland und den säkularen Herrschern an der Küste, die stärker vom weltweiten Handel profitierten.
Europäische Einflüsse – Portugiesen, Perser und interne Machtkämpfe
Im frühen 16. Jahrhundert geriet die Küste zunehmend in den Fokus europäischer Mächte. 1507 eroberten die Portugiesen wichtige Hafenstädte wie Muscat, um ihre Kontrolle über die Handelswege des Indischen Ozeans zu erweitern. Diese Besatzung dauerte etwa ein Jahrhundert. Erst Mitte des 17. Jahrhunderts gelang es den Omanis, die Fremdherrschaft abzuschütteln.
Während der portugiesischen und später der persischen Interventionen war Oman innenpolitisch geschwächt. Die Spaltung zwischen dem Imamat im Landesinneren und den Machtzentren der Küstenregionen verschärfte sich.
Aufstieg der Yaruba- und Al-Busaidi-Dynastien
Mit dem Aufstieg der Yaruba-Dynastie im 17. Jahrhundert begann ein neues goldenes Zeitalter. Die Yaruba vertrieben die Portugiesen vollständig und bauten eine mächtige Flotte auf, mit der sie sogar bis nach Ostafrika expandierten. Unter ihrer Herrschaft entstanden zahlreiche Burgen, Forts und Bewässerungssysteme, die das Land stabilisierten.
Im 18. Jahrhundert führten jedoch erneute Stammeskonflikte zu einem Machtvakuum, das die Al-Busaidi-Dynastie, die bis heute herrscht, füllte. Ihr erster Herrscher, Said bin Sultan, formte im 19. Jahrhundert ein beeindruckendes maritimes Reich, das sich von Oman bis nach Sansibar erstreckte. Muscat und Sansibar wurden zeitweise gemeinsam regiert; die Wirtschaft florierte durch Handel mit Gewürzen, Elfenbein und Gewürznelken.
19. bis frühes 20. Jahrhundert – Trennung des Reiches und Neuordnung
Nach dem Tod von Said bin Sultan 1856 zerfiel das Doppelreich: Oman und Sansibar wurden auf Druck der europäischen Mächte getrennt. Für Oman folgte eine Phase politischer Instabilität. Der Küstenbereich wurde vom Sultan regiert, während das Inland weiterhin dem Ibadi-Imamat unterlag.
Das britische Empire gewann zunehmenden Einfluss im Golfraum. Das Land wurde zwar nie Kolonie, stand aber faktisch unter starker britischer Kontrolle, besonders in militärischen und außenpolitischen Fragen.
Moderne Ära – Von Qaboos bis in die Gegenwart
1970 übernahm Sultan Qaboos bin Said die Macht, nachdem er seinen Vater Said bin Taimur abgesetzt hatte. Unter seiner Herrschaft begann eine beispiellose Modernisierung: Infrastruktur, Gesundheitswesen, Bildung und Verwaltung wurden neu aufgebaut. Ölreichtum ermöglichte ein rasches Wachstum, während Qaboos zugleich die politische Stabilität als oberste Priorität betrachtete.
Das Land öffnete sich mit Bedacht gegenüber der Welt, blieb aber unabhängig in seiner Außenpolitik. Der Staat entwickelte ein distinktives Modell moderater, vorsichtiger Diplomatie, das ihm große Anerkennung einbrachte.
Nach dem Tod von Sultan Qaboos übernahm Sultan Haitham bin Tariq 2020 die Herrschaft. Er führt die Modernisierung fort und setzt verstärkt auf Diversifizierung der Wirtschaft, digitale Transformation und Strukturreformen, um das Sultanat auf eine Zukunft jenseits der Öleinnahmen vorzubereiten. An Sultan Quaboos al Said erinnern heute zahlreiche Bauwerke, Häfen, Flughäfen und auch die Sultan Qaboos Moschee in Muscat.
Die Herrscher im Oman seit dem 8. Jahrhundert
| Herrscher des Oman mit Regierungszeiten | |
|---|---|
| Wichtige Ibadi-Imame (Auswahl der historisch bedeutendsten) | |
| al-Julanda bin Masud | 751–752 |
| Muhammad bin Affan | 752–757 |
| al-Mundhir bin al-Julanda | ca. 757–778 |
| al-Salt bin Malik | 851–886 |
| Azzan bin Tamim | 924–932 |
| Musa bin Abi Jaafar | ca. 932–933 |
| Rashid bin Said | ca. 965–976 |
| Azzan bin Qais | 1868–1871 |
| (Letzter Imam, bevor die weltliche Macht an die Al-Busaidi-Dynastie überging.) | |
| Yaruba-Dynastie (1624–1749) | |
| Nasir bin Murshid | 1624–1649 |
| Sultan bin Saif I. | 1649–1688 |
| Saif bin Sultan I. | 1688–1711 |
| Sultan bin Saif II. | 1711–1718 |
| Saif bin Sultan II. | 1718–1719 (erste Phase) |
| Muhammad bin Nasir | 1719–1720 |
| Sultan bin Murshid | 1720–1722 |
| Belarab bin Nasir | 1722–1724 |
| Saif bin Sultan II. | 1724–1742 (zweite Phase) |
| Sultan bin Murshid (erneut) | 1742–1743 |
| Ahmad bin Said Al Bu Saidi (als Interimsführer nach Machtvakuum) | 1744–1749 |
| (Er begründet anschließend die Al-Busaidi-Dynastie.) | |
| Al-Busaidi-Dynastie (ab 1749 bis heute) | |
| Ahmad bin Said | 1749–1783 |
| Said bin Ahmad | 1783–1792 |
| Hamad bin Said | 1786–1792 (als regierender Wesir / faktischer Herrscher; wurde später Sultan) |
| Sultan bin Ahmad | 1792–1804 |
| Said bin Sultan | 1804–1856 |
| (Herrscher über Oman und Sansibar, Blütezeit des Seehandels) | |
| Thuwaini bin Said | 1856–1866 |
| Salim bin Thuwaini | 1866–1868 |
| Azzan bin Qais | 1868–1871 |
| Turki bin Said | 1871–1888 |
| Faisal bin Turki | 1888–1913 |
| Taimur bin Faisal | 1913–1932 |
| Said bin Taimur | 1932–1970 |
| Qaboos bin Said | 1970–2020 |
| (Architekt der Modernisierung, prägend für das moderne Oman) | |
| Haitham bin Tariq | 2020–heute |
Das Klima im Oman
Das Klima des Landes ist stark von seiner Lage auf der Arabischen Halbinsel geprägt und weist eine bemerkenswerte Vielfalt auf. Trotz des allgemeinen Eindrucks eines ausschließlich heißen Wüstenlandes zeigt Oman deutliche klimatische Unterschiede zwischen den Regionen – von trockenen Wüsten über subtropische Küstenabschnitte bis zu nebelreichen Berglandschaften im Süden. Diese Vielfalt ergibt sich aus der topografischen Struktur des Landes, den Einflüssen des Arabischen Meeres und der Monsunwinde sowie der Höhenlage einzelner Regionen.
Grundsätzlich herrscht im größten Teil des Staatsgebiets ein heißes, arides Wüstenklima, das durch sehr hohe Temperaturen und geringe Niederschläge gekennzeichnet ist. Im Inland und in der zentralen Wüste, insbesondere in Bereichen der Rub al-Khali, steigen die Temperaturen im Sommer häufig über 45 °C, in Extremfällen auch über 50 °C. Die Luftfeuchtigkeit ist hier meist gering, wodurch die Hitze zwar extrem, aber oft etwas besser erträglich ist als an der Küste.
Die Niederschläge sind minimal und fallen meist nur in Form kurzer, aber heftiger Regenschauer in den Wintermonaten. Trockene Winde und Staubstürme prägen zusätzlich das Wettergeschehen im Landesinneren.
Entlang der Küstenregionen, besonders um Muscat und die Batinah-Ebene, bleibt das Klima ebenfalls sehr heiß, ist jedoch wesentlich feuchter. Die Kombination aus hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen von 35 bis 40 °C führt zu einer drückenden Hitze, die deutlich belastender ist als die Trockenhitze des Inlandes.
Klima in Oman
Wetter in Muscat
Die Winter sind mild und angenehm, mit Temperaturen um die 20 bis 25 °C, weshalb diese Jahreszeit als beste Reisezeit gilt. Regen fällt hier selten und meist nur im Zusammenhang mit winterlichen Tiefdrucksystemen oder tropischen Stürmen, die gelegentlich aus dem Arabischen Meer heranziehen.
Eine Besonderheit stellt das Klima im Süden des Landes, in der Region Dhofar, dar. Dort herrscht ein monsunbeeinflusstes Klima, das sich stark vom Rest Omans unterscheidet. Von Juni bis September sorgt der Khareef, der saisonale Südwestmonsun, für beständige Nebel, Nieselregen und eine deutliche Abkühlung. Während im restlichen Oman extreme Hitze herrscht, sinken die Temperaturen in Dhofar auf etwa 20 bis 28 °C.
Die Berghänge im Hinterland von Salalah verwandeln sich in eine grüne, fast subtropische Landschaft, die jährlich viele Besucher anzieht. Der Monsun bringt eine hohe Luftfeuchtigkeit, konstante Bewölkung und üppige Vegetation – ein markanter Kontrast zu den sonst vorherrschenden Wüstenbedingungen.
Die Gebirgsregionen, insbesondere das Hajar-Gebirge im Norden, weisen ein eigenes Mikroklima auf. Mit zunehmender Höhe sinken die Temperaturen spürbar. Auf Gipfeln wie dem Jabal Shams kann es im Winter sogar zu leichtem Frost kommen.
Niederschläge treten hier häufiger auf, hauptsächlich im Winter und frühen Frühling, wenn sich Wolken an den Hängen stauen und Regen oder gelegentlich sogar Hagel verursachen. Die Gebirgsregionen sind daher deutlich gemäßigter als die umliegenden Ebenen.
Insgesamt zeigt das Land ein Klima, das von extremer Hitze und Trockenheit bis zu milden, feuchten Monsunbedingungen reicht. Diese klimatische Vielfalt prägt Landschaft, Vegetation, Lebensweise und wirtschaftliche Nutzung der Regionen – und macht das Land zu einem der klimatisch facettenreichsten Staaten der Arabischen Halbinsel.
Die Bevölkerung im Oman
Bevölkerungsstruktur – ein vielfältiges gesellschaftliches Gefüge
Die Bevölkerung ist ein bemerkenswert vielfältiges Mosaik aus ethnischen Gruppen, Sprachen und kulturellen Traditionen, was das Land innerhalb der Arabischen Halbinsel einzigartig macht. Mit etwas über fünf Millionen Einwohnern ist Oman im Vergleich zu seinen Nachbarstaaten eher dünn besiedelt, doch die demografische Struktur ist differenziert und historisch gewachsen.
Ein wesentlicher Faktor der Bevölkerungszusammensetzung ist die Unterscheidung zwischen omanischen Staatsbürgern und Ausländern. Etwa 55–60 % der Bevölkerung sind Omani, während der Rest ausländische Arbeitskräfte und deren Familien aus Asien, Afrika und arabischen Ländern umfasst.
Die Gesellschaft zeichnet sich durch eine relativ junge Altersstruktur aus. Trotz Reformen zur Familienplanung haben viele Familien mehrere Kinder, sodass ein signifikanter Teil der Bevölkerung unter 30 Jahre alt ist. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung durch Fortschritte im Gesundheitswesen kontinuierlich, was langfristig zu einer ausgewogeneren Altersverteilung führen wird.
Volksgruppen und ethnische Vielfalt
Oman ist ein Land, dessen Kultur stark durch seine maritime Vergangenheit und weitreichenden Handelsbeziehungen geprägt ist. Dies zeigt sich besonders in der ethnischen Vielfalt der omanischen Bevölkerung.
Der größte Teil der Staatsbürger gehört zu arabischstämmigen Omanis, die sich wiederum aus zahlreichen Stämmen und Stammesverbänden zusammensetzen. Die Stammesidentität spielt im sozialen Gefüge weiterhin eine Rolle, wird jedoch heute weniger politisch definiert als früher. Die traditionelle Bindung an Stämme ist vor allem kulturell und historisch relevant.
Darüber hinaus gibt es ethnische Gruppen, die aus den Verbindungen des omanischen Handelsimperiums hervorgegangen sind:
- Ostafrikanische Omanis, besonders mit Wurzeln in Sansibar, Tansania und Kenia. Viele Familien sprechen neben Arabisch auch Swahili; ihre Kultur ist in Musik, Küche und Alltagsbräuchen sichtbar.
- Belutschen, überwiegend aus Pakistan und dem Iran stämmig, leben seit Jahrhunderten im Oman. Sie haben ihre eigene Sprache (Belutschi) und sind besonders in Polizei und Militär vertreten.
- Persischstämmige Luwatiya, eine sprachlich und kulturell eigenständige Gemeinschaft, oft in Handel und Unternehmertum aktiv.
- Jebali- bzw. Schahri-Gruppen in Dhofar, die eine eigene dravidische Sprache sprechen und eine eigenständige kulturelle Tradition pflegen.
Diese Vielfalt macht das Sultanat zu einem kulturellen Schnittpunkt zwischen Arabien, Afrika, Persien und Südostasien – eine direkte Folge seiner historischen Rolle als Seemacht.
Bevölkerung in der Gegenwart – Urbanisierung und gesellschaftlicher Wandel
In der Gegenwart befindet sich die Bevölkerung im Wandel. Der Großteil der Menschen lebt heute in urbanen Gebieten, vor allem in der Großregion Muscat, gefolgt von Sohar, Salalah und Nizwa. Die Urbanisierung hat sich seit den 1970er Jahren stark beschleunigt, als unter Sultan Qaboos große Infrastrukturprogramme starteten.
Die omanische Gesellschaft gilt als stabil, vergleichsweise homogen in ihrer islamischen Prägung (überwiegend Ibaditen, ergänzt durch Sunniten und Schiiten), aber zugleich offen gegenüber internationalen Einflüssen. Die Rolle der Frau hat sich in den vergangenen Jahrzehnten erheblich gewandelt: Heute sind Frauen in Universitäten, Unternehmen, Verwaltung und Politik stärker vertreten als jemals zuvor.
Ein wesentlicher Bestandteil des sozialen Gefüges ist das Zusammenleben von Omanis und ausländischen Arbeitskräften, die überwiegend aus Indien, Pakistan, Bangladesch, Sri Lanka, den Philippinen und ostafrikanischen Ländern stammen. Viele von ihnen arbeiten im Baugewerbe, im Dienstleistungssektor oder in privaten Haushalten, während höher qualifizierte Arbeitskräfte aus Europa oder arabischen Nachbarstaaten häufig in Technik, Medizin oder Bildung tätig sind.
Zukünftige Bevölkerungsentwicklung – Chancen und Herausforderungen
Die zukünftige Entwicklung der Bevölkerung Omans wird stark von sozialen und wirtschaftlichen Reformen geprägt sein. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, die omanische Jugend in ausreichendem Umfang in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Abhängigkeit von ausländischen Arbeitskräften soll schrittweise reduziert werden, was die Regierung durch „Omanisierung“-Programme fördert.
Diese Maßnahmen sollen mehr berufliche Chancen für junge Omanis schaffen und langfristig die Wirtschaft stärker durch einheimische Arbeitskräfte tragen.
Zugleich wird das Land mit einer langsam alternden Bevölkerung konfrontiert sein, wenn auch nicht in gleichem Maße wie viele westliche Staaten. Verbesserte medizinische Versorgung und steigende Lebensqualität lassen die Lebenserwartung weiter steigen. Dies wird langfristig höhere Anforderungen an das Gesundheitssystem und die soziale Absicherung stellen.
Ein weiterer Faktor ist die Migration: Oman wird auch künftig auf qualifizierte Zuwanderung angewiesen sein, insbesondere in Technik, Wissenschaft und Medizin. Die Regierung bemüht sich, ein Gleichgewicht zwischen internationaler Fachkräfteintegration und dem Schutz des omanischen Arbeitsmarkts herzustellen.
Gleichzeitig zeichnet sich Oman durch eine bemerkenswerte soziale Stabilität aus. Die starke kulturelle Identität, der Einfluss der ibaditischen Tradition und die gesellschaftliche Kohärenz sind wichtige Faktoren, die das Land vor den massiven demografischen Verwerfungen schützen, die manche andere Staaten der Region erleben.
Die Bevölkerung Omans ist strukturell vielfältig, kulturell reich und in einem dynamischen Wandel begriffen. Ein junges gesellschaftliches Profil, ethnische Diversität, Urbanisierung, Bildungsfortschritt und eine vorsichtig gesteuerte Migration prägen das moderne Oman – und werden auch in Zukunft die Entwicklung des Landes mitbestimmen.
Oman – Länderdaten
| Fläche | 309.500 km² |
|---|---|
| Einwohnerzahl | ca. 4,7 Millionen |
| Bevölkerungsdichte | ca. 15–16 Einwohner pro km² |
| Größte Stadt | Muscat (Hauptstadt) |
| Größter See | Kein bedeutender natürlicher See vorhanden |
| Höchster Berg | Jabal ash-Shams (ca. 2.980 m) |
| Längster Fluss | Kein dauerhaft fließender großer Fluss (nur Wadis) |
| Nationalfeiertag | 18-Nov |
| Wichtige Wirtschaftszweige | Erdöl und Erdgas, Industrie, Bauwesen, Handel und Dienstleistungen, Logistik |
| BIP (nominal) | ca. 107 Mrd. USD |
| BIP pro Kopf | ca. 20.000 USD |
| Bildungsstand / HDI | HDI ca. 0,86 (hoher Entwicklungsstand) |
| Währung | Omanischer Rial (OMR) |
| Religionen | Mehrheitlich Islam (v. a. Ibaditen und Sunniten) |
Provinzen (Wilayats) in Oman
| Name | Status | Landessprache | Einwohner (Zählung 2020) |
|---|---|---|---|
| Ad-Dākhilīyah [Ad-Dachiliyya] | Gouvernement | الداخلية | 478,501 |
| Ādam | Bezirk | أدم | 28,163 |
| Al-Ḥamrā' | Bezirk | الحمراء | 28,228 |
| Bahlā' | Bezirk | بهلا | 88,286 |
| Bidbid | Bezirk | بدبد | 37,434 |
| Izkī | Bezirk | إزكي | 58,905 |
| Manaḥ | Bezirk | منح | 25,320 |
| Nizwā | Bezirk | نزوى | 131,763 |
| Samā'il | Bezirk | سمائل | 80,402 |
| Al-Buraymī [Buraimi] | Gouvernement | البريمي | 121,802 |
| Al-Buraymī | Bezirk | البريمي | 110,171 |
| As-Sunaynah [← Al-Buraymī] | Bezirk | السنينة | 1,471 |
| Maḥḍah [Mahada] | Bezirk | محضة | 10,160 |
| Al-Wusṭa [Al Wusta] | Gouvernement | الوسطى | 52,344 |
| Ad-Duqm | Bezirk | الدقم | 19,221 |
| Al-Jāzer [Al-Dschazir] | Bezirk | الجازر | 5,645 |
| Haymā [Haima] | Bezirk | هيما | 10,093 |
| Maḥūt [Mahout] | Bezirk | محوت | 17,385 |
| Aẓ-Ẓāhirah [Zahira] | Gouvernement | الظاهرة | 213,043 |
| Ḍank | Bezirk | ضنك | 23,436 |
| 'Ibrī | Bezirk | عبري | 163,179 |
| Yanqul [Yankul] | Bezirk | ينقل | 26,428 |
| Janūb al-Bāṭinah [Süd-Batina] | Gouvernement | جنوب الباطنة | 465,550 |
| Al-'Awābī | Bezirk | العوابي | 18,802 |
| Al-Maṣna'ah [Musannah] | Bezirk | المصنعة | 99,008 |
| Ar-Rustāq | Bezirk | الرستاق | 117,899 |
| Barka' | Bezirk | بركاء | 181,630 |
| Nakhal [Nachl] | Bezirk | نخل | 28,037 |
| Wādī al-M'āwil [Wadi al Maawil] | Bezirk | وادي المعاول | 20,174 |
| Janūb ash-Sharqīyah [Süd-Scharqiyya] | Gouvernement | جنوب الشرقية | 315,445 |
| Al-Kāmil & Al-Wāfī | Bezirk | الكامل والوافي | 38,456 |
| Ja'alan Banī Bū 'Alī [Dschaalan Bani Bu Ali] | Bezirk | جعلان بني بو علي | 107,637 |
| Ja'alan Banī Bū Ḥassan [Dschaalan Bani Bu Hassan] | Bezirk | جعلان بني بو حسن | 44,503 |
| Maṣīrah [Masira] | Bezirk | مصيرة | 13,874 |
| Ṣūr | Bezirk | صور | 110,975 |
| Masqaṭ [Maskat] | Gouvernement | مسقط | 1,302,440 |
| Al-'Āmrāt [Amrat] | Bezirk | العامرات | 121,103 |
| As-Sīb [Sib] | Bezirk | السيب | 478,517 |
| Bawshar [Bawschar] | Bezirk | بوشر | 382,184 |
| Masqaṭ [Maskat] | Bezirk | مسقط | 31,317 |
| Maṭraḥ [Matrah] | Bezirk | مطرح | 230,881 |
| Qurayyāt [Quriat] | Bezirk | قريات | 58,438 |
| Musandam | Gouvernement | مسندم | 49,062 |
| Bukhā | Bezirk | بخا | 4,466 |
| Dibā al-Bay'ah [Dibba al-Baya] | Bezirk | دبا البيعة | 10,416 |
| Khaṣab [Chasab] | Bezirk | خصب | 29,688 |
| Madḥā | Bezirk | مدحاء | 4,492 |
| Shamāl al-Bāṭinah [Nord-Batina] | Gouvernement | شمال الباطنة | 784,681 |
| Al-Khābūrah [Chabura] | Bezirk | الخابورة | 78,775 |
| As-Suwaīq | Bezirk | السويق | 184,561 |
| Liwa | Bezirk | لوى | 55,698 |
| Ṣaḥam | Bezirk | صحم | 150,057 |
| Shināṣ [Schinas] | Bezirk | شناص | 82,741 |
| Ṣuḥār [Suhar] | Bezirk | صحار | 232,849 |
| Shamāl ash-Sharqīyah [Nord-Scharqiyya] | Gouvernement | شمال الشرقية | 271,822 |
| Al-Muḍaībī [Al Mudhaibi] | Bezirk | المضيبي | 114,806 |
| Al-Qābil [Al Kabil] | Bezirk | القابل | 24,824 |
| Bidiyah [Bidiya] | Bezirk | بدية | 42,530 |
| Dimā' & Aṭ-Ṭā'yīn | Bezirk | دماء والطائيين | 26,493 |
| Ibra | Bezirk | إبراء | 50,189 |
| Wādī Banī Khālid [Wadi Bani Chalid] | Bezirk | وادي بني خالد | 12,980 |
| Ẓufār [Dhofar] | Gouvernement | ظفار | 416,458 |
| Al-Mazyūnah [← Muqshin] | Bezirk | المزيونة | 8,399 |
| Ḍalkūt [Dalkut] | Bezirk | ضلكوت | 3,179 |
| Mirbāṭ | Bezirk | مرباط | 16,364 |
| Muqshin [Muqschin] | Bezirk | مقشن | 627 |
| Rakhyūt [Rachyut] | Bezirk | رخيوت | 4,985 |
| Sadaḥ | Bezirk | سدح | 6,016 |
| Ṣalālah [Salala] | Bezirk | صلالة | 331,949 |
| Shalīm & Juzur al-Ḥallāniyyāt [Schalim und Hallaniyyat-Inseln] | Bezirk | شليم وجزر الحلانيات | 6,339 |
| Ṭāqah [Taqa] | Bezirk | طاقة | 21,487 |
| Ṭumrayt [Thumrait] | Bezirk | ثمريت | 17,113 |
| ʻUmān [Oman] | Sultanat | عمان | 4,617,927 |
Tourismus in Oman
Beginn des modernen Tourismus
Der Tourismus im Oman begann vergleichsweise spät und entwickelte sich erst ab den 1970er Jahren langsam zu einem ernstzunehmenden Wirtschaftsfaktor. Vor dieser Zeit war das Sultanat weitgehend isoliert, nur schwer zugänglich und ohne moderne Infrastruktur.
Die Öffnung des Landes unter Sultan Qaboos markierte den entscheidenden Wendepunkt: Straßen wurden gebaut, die Hauptstadt Muscat modernisiert und die ersten Hotels eröffnet. Dennoch blieb Oman über viele Jahre ein Reiseziel für Spezialisten – Entdecker, Taucher, Naturfreunde und kulturinteressierte Reisende, die die abgelegenen Landschaften und jahrhundertealten Traditionen schätzten.
Die ersten gezielten Tourismusprogramme entstanden in den 1980er und 1990er Jahren. Oman setzte dabei ganz bewusst auf Qualität statt Masse: Statt Hochhauskomplexen oder künstlichen Megaprojekten sollte ein nachhaltiges, landschafts- und kulturorientiertes Tourismusmodell entwickelt werden. Das Land begann, seine historischen Forts zu restaurieren, Wadis und Berge touristisch zugänglich zu machen und gleichzeitig lokale Traditionen zu bewahren. Dieser Ansatz prägte Omans Identität als „authentisches Arabien“.
Entwicklung und Wachstum der letzten Jahrzehnte
Mit dem Eintritt ins neue Jahrtausend nahm der Tourismus zunehmend Fahrt auf. Neue Flugverbindungen, der Ausbau des internationalen Flughafens in Muscat, Investitionen in Hotels, Resorts und touristische Infrastruktur sorgten dafür, dass Oman international sichtbarer wurde. Besonders die Kombination aus Natur, Abenteuer und Kultur – etwa Wüstenwanderungen, Trekking im Hajar-Gebirge, historische Souqs, unberührte Strände oder die grünen Landschaften Dhofars – lockte immer mehr Gäste an.

Ein Wendepunkt war das kontinuierliche Wachstum der Besucherzahlen: Innerhalb weniger Jahre stieg die Zahl der internationalen Gäste auf über vier Millionen pro Jahr. Vor 20 Jahren lag die Zahl noch im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Bereits damals galt Oman als eines der sichersten und saubersten Länder des Nahen Ostens, was zusätzlich zur Attraktivität beitrug.
Auch die Hotellandschaft wandelte sich stark: Von einer überschaubaren Anzahl klassischer Stadthotels hin zu über eintausend Unterkünften verschiedenster Kategorien, darunter Berghotels, Wüstencamps, Boutique-Hotels und große Resorts an der Küste.
Parallel wuchs auch der Inlandstourismus. Millionen Omanis nutzen heute jedes Jahr die Gelegenheit, ihr eigenes Land besser kennenzulernen – eine Entwicklung, die vor wenigen Jahrzehnten noch kaum vorhanden war. Besonders Dhofar während der Monsunzeit, Muscat im Winter und die Bergregionen rund um Jabal Akhdar und Jabal Shams gehören zu den beliebtesten inländischen Reisezielen.
Wirtschaftlich ist der Tourismus inzwischen ein bedeutender Faktor. Die Branche trägt mehrere Milliarden Rial zum Bruttoinlandsprodukt bei und beschäftigt zehntausende Menschen – mit stark wachsender Tendenz. In vielen Regionen ist der Tourismus bereits Haupt- oder Nebenquelle des Einkommens, vor allem in Berg- und Küstengebieten.
Zukunftsaussichten – Vision, Chancen und Herausforderungen
Die Zukunft des Tourismus in Oman gilt als äußerst vielversprechend. Das Land verfolgt eine langfristige nationale Entwicklungsstrategie, deren Ziel es ist, die Wirtschaft breiter aufzustellen und weniger von Öl- und Gaseinnahmen abhängig zu sein. Der Tourismus spielt dabei eine Schlüsselrolle.
Zu den wichtigsten Plänen und Entwicklungen gehören:
Ausbau nachhaltiger und hochwertiger Angebote
Oman möchte nicht zu einem Ziel des Massentourismus werden. Stattdessen setzt das Land weiterhin auf Natur- und Kulturtourismus, hochwertigen Ökotourismus, Wander- und Abenteuertourismus sowie exklusive Erlebnisse – z. B. Bergresorts, Wüstencamps, Tauchzentren oder Naturreservate.
Steigende Besucherzahlen
Oman plant, die jährlichen Besucherzahlen in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen. Langfristige Planungen gehen von einer möglichen Verdreifachung der internationalen Gäste innerhalb der kommenden Jahrzehnte aus. Schon jetzt steigen die jährlichen Touristenzahlen regelmäßig und schwanken – je nach globaler Lage – um vier bis fünf Millionen Besucher.
Stärkere internationale Positionierung
Das Sultanat investiert in internationale Werbung, Kulturprogramme, Veranstaltungen und Sporttourismus. Muscat richtet zunehmend internationale Konferenzen, Sportwettbewerbe und Kulturveranstaltungen aus, die zusätzlich Touristen anziehen.
Neue Großprojekte und Infrastruktur
Neue Resorts an abgeschiedenen Stränden, die Modernisierung von Flughäfen und Häfen, verbesserte Straßenverbindungen sowie digitale Angebote unterstützen ein komfortableres Reisen. Gleichzeitig sollen die historisch gewachsenen Städte und Naturlandschaften geschützt bleiben.
Mehr Beschäftigung für Omanis
Ein wichtiger Bestandteil der Zukunftsstrategie ist die sogenannte „Omanisierung“: Die Tourismusbranche soll langfristig mehr Arbeitsplätze für junge Omanis bieten, etwa in Hotellerie, Gastronomie, Reiseleitung oder Management.
Der Tourismus in Oman hat sich in wenigen Jahrzehnten von einem kaum beachteten Sektor zu einem dynamischen und wachstumsstarken Bereich entwickelt. Mit beeindruckenden Naturlandschaften, kultureller Tiefe, außergewöhnlicher Gastfreundschaft und einer klaren nachhaltigen Ausrichtung besitzt Oman eine starke Basis für die Zukunft. Das Land positioniert sich bewusst als Gegenmodell zu künstlichen Megaprojekten – als ein Ort, an dem Reisende echte arabische Kultur, Ruhe und Natur erleben können.
Die Aussichten sind zweifellos positiv: Steigende Besucherzahlen, solide Investitionen und der Fokus auf Qualität lassen erwarten, dass Oman in den kommenden Jahren eine zunehmend bedeutende Rolle im internationalen Tourismus spielen wird.
Sehenswürdigkeiten in Oman
| Nummer | Sehenswürdigkeit | Ort/Lage |
|---|---|---|
| 1 | Sultan-Qaboos-Moschee | Maskat |
| 2 | Königlicher Opernsaal Muscat | Maskat |
| 3 | Mutrah Souq | Maskat |
| 4 | Mutrah Corniche | Maskat |
| 5 | Al-Alam-Palast | Maskat |
| 6 | Fort Al-Jalali | Maskat |
| 7 | Fort Al-Mirani | Maskat |
| 8 | Nationalmuseum Oman | Maskat |
| 9 | Omanisches Nationalarchiv- und Museumsgebäude Bait Al Zubair | Maskat |
| 10 | Qurum Beach | Maskat |
| 11 | Qurum Natural Park | Maskat |
| 12 | Amouage Parfumfabrik | Maskat |
| 13 | Bimmah Sinkhole | Tiwi / Dabab |
| 14 | Wadi Shab | Tiwi |
| 15 | Wadi Tiwi | Tiwi |
| 16 | Sur Dhow Factory | Sur |
| 17 | Ras Al Jinz Turtle Reserve | Ras Al Jinz |
| 18 | Ras Al Hadd Beach | Ras Al Hadd |
| 19 | Wahiba Sands | Ash Sharqiyah |
| 20 | Wadi Bani Khalid | Ash Sharqiyah |
| 21 | Nizwa Fort | Nizwa |
| 22 | Nizwa Souq | Nizwa |
| 23 | Jebel Akhdar / Green Mountain | Al Hajar Gebirge |
| 24 | Jebel Shams / Grand Canyon des Oman | Al Hajar Gebirge |
| 25 | Misfat Al Abriyeen Dorf | Al Hamra |
| 26 | Al Hamra Altstadt | Al Hamra |
| 27 | Bahla Fort | Bahla |
| 28 | Jabrin Castle | Jabrin |
| 29 | Tanuf Ruinen | zwischen Nizwa und Bahla |
| 30 | Wadi Ghul | Jebel Shams Region |
| 31 | Barka Fort | Barka |
| 32 | Nakhl Fort | Nakhl |
| 33 | Ain Al Thowarah Hot Springs | Nakhl |
| 34 | Rustaq Fort | Rustaq |
| 35 | Al-Hazm Castle | Rustaq |
| 36 | Wadi Bani Auf | Al Batinah |
| 37 | Snake Canyon | Wadi Bani Auf |
| 38 | Sohar Fort | Sohar |
| 39 | Sohar Corniche | Sohar |
| 40 | Ibri Fort | Ibri |
| 41 | Wadi Damm | Ibri |
| 42 | Al Ayn Beehive Tombs | Batinah / Bat-Ibris |
| 43 | Bat Ancient Tombs | UNESCO Bat |
| 44 | Salalah Corniche | Salalah |
| 45 | Frankincense Land Museum | Salalah |
| 46 | Al Baleed Archäologischer Park | Salalah |
| 47 | Wadi Darbat | Dhofar |
| 48 | Mughsail Beach & Blowholes | Mughsail |
| 49 | Fazayah Beach | Dhofar |
| 50 | Taqah Castle | Taqah |
| 51 | Khor Rori / Sumhuram | bei Taqah |
| 52 | Mirbat Castle | Mirbat |
| 53 | Jebel Samhan | Dhofar |
| 54 | Anti-Gravity Hill | Taqah Region |
| 55 | Rub al-Khali / Empty Quarter | Dhofar |
| 56 | Haffa Souq | Salalah |
| 57 | Prophet-Hiob-Grabanlage | Dhofar |
| 58 | Khor al Mughsail Lagune | Mughsail |
| 59 | Ayn Razat Park | Dhofar |
| 60 | Ayn Athum Wasserfall | Dhofar |
| 61 | Ayn Khor Waterfall | Dhofar |
| 62 | Qalhat | UNESCO nahe Sur |
| 63 | Al-Wasil Desert Camp | Wahiba Sands |
| 64 | Wahiba Sands Beduinenlager | Wüste |
| 65 | Al Hoota Cave | Al Hamra |
| 66 | Majlis Al Jinn Höhle | Hajar Mountains |
| 67 | Daymaniyat Islands | Muscat/Seeb Küste |
| 68 | Seeb Corniche | Seeb |
| 69 | Fort Yiti | Yiti |
| 70 | Bandar Khayran Reserve | bei Muscat |
| 71 | Qantab Beach | Qantab |
| 72 | Yiti Beach | Yiti |
| 73 | Al Mouj Marina | Maskat |
| 74 | Royal Yacht Al Said | Maskat – Hafenbereich |
| 75 | Fort Al-Suwaiq | Suwaiq |
| 76 | Quriyat Fort | Quriyat |
| 77 | Wadi Al Arbeieen | Quriyat Region |
| 78 | Sidab Fishing Village | Maskat |
| 79 | Ruwi Clock Tower | Maskat |
| 80 | Mutrah Fischmarkt | Maskat |
| 81 | Ghalya’s Museum of Modern Art | Maskat |
| 82 | Bait Al-Baranda Museum | Maskat |
| 83 | Al-Falaj Hotel Gartenanlage | Historisch Maskat |
| 84 | Fort Al-Kamil | Al Kamil Wal Wafi |
| 85 | Fort Sinaw | Sinaw |
| 86 | Sinaw Camel Market | Sinaw |
| 87 | Jebel Misht | Batinah / Gebirge |
| 88 | Wakan Village | Wadi Mistal |
| 89 | Al Sifah Beach | Sifah |
| 90 | Hawana Lagoon | Salalah |
| 91 | Salalah Haffa Beach | Salalah |
| 92 | Raysut Port Viewpoint | Salalah |
| 93 | Al Sawadi Beach | Al Batinah |
| 94 | Fort Nakhl Gardens | Nakhl |
| 95 | Qurayyat Mangrovengebiet | Qurayyat |
| 96 | Masirah Island Strände | Masirah Island |
| 97 | Masirah Turtle Nests | Masirah Island |
| 98 | Jebel Kawr | Al Dhahirah |
| 99 | Museum der Frankincense-Straße | Dhofar |
| 100 | Al Jissah Küstenlandschaft | bei Muscat |
Städte in Oman
| Name | Original | Einwohner (Zählung 2020) |
|---|---|---|
| Ādam | أدم | 18,654 |
| Ad-Darīz | الدريز | 11,037 |
| Al-'Āmrāt | العامرات | 96,384 |
| Al-'Arāqī | العراقي | 9,827 |
| Al-Āshkharah | الاشخرة | 13,199 |
| Al-'Awābī | العوابي | 10,929 |
| Al-Budāyah | البداية | 14,106 |
| Al-Buraymī [Buraimi] | البريمي | 92,223 |
| Al-Ghalīl | الغليل | 7,111 |
| Al-Ḥamrā' | الحمراء | 14,035 |
| Al-Ḥuwayl | الحويل | 10,058 |
| Al-Kāmil wal-Wāfī | الكامل والوافي | 30,853 |
| Al-Khābūrah | الخابورة | 63,750 |
| Al-Maghsar | المغسر | 5,694 |
| Al-Maṣna'ah | المصنعة | 10,809 |
| Al-Mintirib | المنترب | 25,683 |
| Al-Muḍaībī | المضيبي | 15,430 |
| Al-Muladdah | الملدة | 16,387 |
| Anjartī | انجرتي | 7,529 |
| Ar-Rumays | الرميس | 12,089 |
| Ar-Rustāq | الرستاق | 45,367 |
| Ash-Shakhākhīṭ | الشخاخيط | 14,974 |
| As-Sīb | السيب | 470,878 |
| Aṣ-Ṣubaykhī | الصبيخي | 8,975 |
| As-Suwādī as-Sāḥil | السوادي الساحل | 7,588 |
| As-Suwaīq | السويق | 60,868 |
| Aṣ-Ṣuwamḥān | الصومحان | 15,671 |
| As-Suwaydīfī | السويديفي | 12,822 |
| Az-Zāhyah | الزاهية | 11,218 |
| Bahlā' | بهلاء | 39,576 |
| Barka' | بركاء | 36,427 |
| Bawshar | بوشر | 362,523 |
| Bidbid | بدبد | 7,672 |
| Birkat al-Mawz | بركة الموز | 9,828 |
| Ḍank | ضنك | 13,279 |
| Dibā al-Bay'ah | دباء البيعة | 9,863 |
| Dīl al-'Abd as-Salām | دِيل آل عبدالسلام | 10,426 |
| Ḍiyān al-Bū Sa'īd | ضيان البوسعيد | 11,637 |
| Fanjā | فنجا | 14,755 |
| Ghaḍfān | غضفان | 5,561 |
| Haymā' | هيماء | 7,814 |
| Ḥilf | حلف | 12,217 |
| Ibrā' | إبراء | 29,599 |
| 'Ibrī | عبري | 55,419 |
| Izkī | إزكي | 23,159 |
| Ja'alān Banī Bū 'Alī | جعلان بني بو علي | 66,284 |
| Ja'alān Banī Bū Ḥassan | جعلان بني بوحسن | 34,466 |
| Khaḍrā' al-Bū Rashīd | خضراء آل بورشيد | 8,863 |
| Khaḍrā' ās-Sa'd | خضراء ال سعد | 36,271 |
| Khaṣab | خصب | 21,651 |
| Liwa | لوى | 18,321 |
| Manaḥ | منح | 12,553 |
| Masqaṭ [Maskat, Muskat] | مسقط | 24,099 |
| Maṭraḥ | مطرح | 230,881 |
| Mirbāṭ | مرباط | 9,886 |
| Mukhaylīf | مخيليف | 13,060 |
| Murtaf'āt Ṣaḥam | مرتفعات صحم | 22,273 |
| Nakhal | نخل | 15,580 |
| Nizwā | نزوى | 64,599 |
| Qarn al-'Alam | قرن العلم | ... |
| Qurayyāt | قريات | 31,325 |
| Ṣaḥam | صحم | 23,923 |
| Ṣalālah | صلالـــــــــة | 293,962 |
| Samad ash-Shan | سمد الشأن | 9,398 |
| Samā'il | سمائل | 29,691 |
| Sanāw | سناو | 19,643 |
| Shināṣ | شناص | 9,720 |
| Ṣuḥār | صحار | 219,264 |
| Ṣūr | صور | 83,763 |
| Ṭāqah | طاقة | 12,538 |
| Thumrayt | ثمريت | 10,552 |
| Wādī Ṣāy | وادي صاي | 12,805 |
| Wudām as-Sāḥil | ودام الساحل | 7,457 |
| Yanqul | ينقل | 12,241 |
Weltkulturerbe in Oman
| Bezeichnung | Jahr | K=Kulturerbe |
|---|---|---|
| Festung Bahla | 1987 | K |
| Archäologische Stätten von Bat, al-Chutm und al-Ain | 1988 | K |
| Land des Weihrauchs | 2000 | K |
| Afladsch-Bewässerungssystem | 2006 | K |
| Antike Stadt Qalhat | 2018 | K |
Weiter Informationen zu Oman
https://www.raonline.ch/pages/edu/cou/me_oman01S02b.html
























