StartAsienFauna Kambodschas – Tierwelt und Artenvielfalt

Fauna Kambodschas – Tierwelt und Artenvielfalt

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Kambodscha ist ein Hotspot für Tiere in Südostasien. Seine Lage, mit großen Flüssen, Regenwäldern, Sümpfen und Küsten, macht es zu einem idealen Ort für eine unglaubliche Anzahl von Tierarten.

Die Regenwälder des Kardamom-Gebirges sind besonders wichtig, da sie zu den artenreichsten Gebieten des Landes gehören. Auch die Sümpfe rund um den Tonle-Sap-See sind wesentlich, denn er ist einer der produktivsten Binnenseen der Welt.

Viele Tiere haben sich an die wechselnden Wasserstände angepasst. Überschwemmungswälder, Mangroven und Flüsse bilden ein kompliziertes Netzwerk des Lebens.

Ein Großteil der Tierwelt steht heute unter Schutz, weil der Verlust ihres Lebensraums, die Wilderei und der Klimawandel große Probleme darstellen.

Dieser Fachbeitrag bringt Ihnen Landschaften und Ökosysteme Kambodschas näher.

Die wichtigsten Lebensräume

Regenwälder im Tiefland: Hier leben große Säugetiere, Raubkatzen und viele Vogelarten.
Sümpfe und Seen: Heimat von Fischen, Reptilien und Wasservögeln.
Bergregionen: Rückzugsort für seltene Arten, die es nur hier gibt.
Mangrovenküsten: Hier brüten viele Meeres- und Küstenbewohner.

Besondere Tiere in Kambodscha

Asiatischer Elefant (Elephas maximus):


Dieser Elefant lebt in den Wäldern und ist stark gefährdet. Er ist ein Wahrzeichen Kambodschas. Seine Population ist in den letzten Jahrzehnten durch Lebensraumverlust und menschliche Konflikte deutlich zurückgegangen.

Indochinesischer Tiger (Panthera tigris corbetti):


Früher gab es viele dieser Tiger, aber heute sind sie in Kambodscha fast ausgestorben. Es gibt Schutzprojekte für sie. Ihr Rückgang ist vor allem auf Wilderei und die Zerstörung ihres Lebensraums zurückzuführen.

Leopardenkatze (Prionailurus bengalensis):


Diese kleine Wildkatze ist nachtaktiv und weit verbreitet. Sie jagt vor allem kleine Tiere. Dank ihrer Anpassungsfähigkeit kann sie auch in von Menschen veränderten Landschaften überleben.

Sonnenbär (Helarctos malayanus):


Der kleinste Bär der Welt lebt in tropischen Wäldern und frisst Früchte, Insekten und Honig. Seine charakteristische helle Brustzeichnung ist individuell unterschiedlich und dient vermutlich der Kommunikation zwischen Artgenossen.

Banteng (Bos javanicus):


Dieses wilde Rind lebt in offenen Waldgebieten. Es ist eine gefährdete Tierart. Es spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem, da es durch seine Weidegewohnheiten die Vegetationsstruktur beeinflusst.

Gaur (Bos gaurus):


Der Gaur ist das größte wilde Rind der Welt und lebt in abgelegenen Wäldern. Er besitzt enorme Körperkraft und kann ein Gewicht von über einer Tonne erreichen.

Irrawaddy-Delfin (Orcaella brevirostris):


Dieser seltene Delfin lebt im Mekong und ist einer der bekanntesten Flussdelfine Südostasiens. Seine Bestände sind stark bedroht, vor allem durch Fischernetze und Veränderungen des Flusssystems.

Siam-Krokodil (Crocodylus siamensis):
Diese Krokodilart ist vom Aussterben bedroht und lebt in Sümpfen. Schutzprogramme sollen ihre Anzahl stabilisieren. In freier Wildbahn existieren nur noch sehr kleine und isolierte Populationen.

Riesenibis (Thaumatibis gigantea):


Dieser seltene Vogel ist das Nationalsymbol Kambodschas und lebt in abgelegenen Feuchtgebieten. Er gehört zu den seltensten Vogelarten der Welt und ist stark vom Verlust seines Lebensraums bedroht.

Saruskranich (Antigone antigone):


Der größte flugfähige Vogel der Welt lebt in Sümpfen und ist bekannt für seine Balztänze. Seine auffälligen Paarungsrituale stärken die lebenslange Bindung zwischen den Partnern.

Schuppentier (Manis javanica):


Dieses Säugetier hat schützende Schuppen und ist eines der am meisten bedrohten Tiere der Welt. Es wird wegen seiner Schuppen und seines Fleisches illegal gejagt und gehandelt.

Langschwanzmakak (Macaca fascicularis):


Diese Affen leben oft in der Nähe von Menschen und sind sehr anpassungsfähig. Sie können sich schnell an neue Nahrungsquellen anpassen und gelten deshalb als besonders erfolgreich in unterschiedlichen Lebensräumen.

Königskobra (Ophiophagus hannah):


Die längste Giftschlange der Welt lebt in Wäldern und frisst vor allem andere Schlangen. Sie ist zudem die einzige Schlangenart, die aktiv Nester baut und ihre Eier bewacht.

Netzpython (Malayopython reticulatus):


Eine der größten Schlangen der Welt, die in Wäldern und Sümpfen lebt. Sie kann ihre Beute durch kräftiges Umschlingen ersticken, bevor sie sie vollständig verschlingt.

Mekong-Riesenwels (Pangasianodon gigas):


Dieser Süßwasserfisch ist einer der größten der Welt und ein Symbol des Mekong-Ökosystems. Einige Exemplare können mehrere hundert Kilogramm wiegen und beeindruckende Längen erreichen.

Warum die Tierwelt wichtig ist

Die Tierwelt spielt eine wichtige Rolle für die Natur. Große Pflanzenfresser beeinflussen, wie Wälder aussehen, Raubtiere sorgen dafür, dass es nicht zu viele Tiere einer Art gibt, und Vögel verteilen Samen.

Sümpfe und Flüsse sind besonders artenreich, aber auch empfindlich.

Schutz und Probleme

Wilderei, Abholzung der Wälder und der Klimawandel bedrohen viele Tierarten. Nationalparks und internationale Schutzorganisationen versuchen, die Artenvielfalt zu erhalten.

Kambodschas Tierwelt gehört zu den vielfältigsten in Südostasien. Es gibt große Säugetiere, seltene Vögel und einzigartige Flussbewohner.

Es ist wichtig, sie zu schützen, damit die Natur stabil bleibt und das kulturelle Erbe des Landes erhalten bleibt.

Immer mehr Kambodschaner lernen den Wert der sie umgebenden Flora und Fauna zu schätzen, nicht zuletzt durch Naturreisen in Kambodscha, die auch im eigenen Land an Beliebtheit stark zugenommen haben.

Peter Jurgilewitschhttps://peter-jurgilewitsch.de
Peter Jurgilewitsch ist Kulturhistoriker, Reiseexperte und Autor. Nach einem Studium der Musik- und Kunstgeschichte war er jahrzehntelang als Reiseleiter, Kreuzfahrtdirektor und Reisevermittler tätig und bereiste über 160 Länder. Seine Arbeit verbindet Kulturgeschichte, Archäologie, Natur- und Landschaftsverständnis mit eigener Erfahrung vor Ort. Er ist Autor mehrerer Reise- und Kulturführer.

Über den Autor:
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