Wat Chalong wird auch Wat Chaiyathararam genannt und liegt auf der Insel Phuket in Thailand. Der Buddhismus ist die maßgebliche Religion in Thailand und Wat Chalong ist einer von 29 Tempeln alleine auf der Insel Phuket. Aber der Buddhismus ist mehr als eine Religion, denn er bestimmt das tägliche Leben der Menschen und Buddha, der Erleuchtete ist allgegenwärtig. So ist es nicht verwunderlich, dass Wat Chalong, als der größte Tempel auf Phuket im Zentrum täglicher religiöser Zeremonien und Riten steht.

Wat Chalong (Wat Chaiyathararam) wurde im 19. Jahrhundert errichtet und im Laufe der Zeit kamen immer mehr Gebäude hinzu, sodass heutzutage zahlreiche Gebetshäuser und Pavillons existieren. Das bedeutendste Bauwerk ist der 60 m hohe Stupa Phra Mahathat Chedi. Ähnlich wie auch im katholischen Glauben werden im Buddhismus Reliquien verehrt. Im Phra Mahathat Chedi werden Knochensplitter Buddhas aufbewahrt, die einst als Geschenk Sri Lankas, der Geburtsinsel des Erleuchteten nach Phuket gelangten.

Wat Chalong (Wat Chaiyathararam) in der Geschichte Phukets

Der Turm besteht aus drei Ebenen und ist außen vielfältig und kunstvoll verziert. Die Tempelanlage ist nicht nur zu Ehren Buddhas erbaut, sondern auch zwei Mönchen gewidmet. Mönche genießen in Thailand ein hohes Ansehen, denn sie gelten als gebildet, weise und als Vorbilder, die dem Erleuchteten näher sind als das normale Volk. So steht ihr Rat und ihr Segen hoch im Kurs bei allen Tempelbesuchern.

Wat Chalong Zuflucht in Zeiten der Rebellion

Die Mönche Luang Pho Chaem und Luang Cho Chuang waren solche ehrbaren Mönche. Aber ihr Ruhm rührt nicht von spirituellen Wohltaten her, sondern von ihrem mutigen Auftreten im Zuge eines Aufstands der Bergleute im Jahr 1876. Eine der Säulen des Reichtums von Phuket in den vergangenen Jahrhunderten war der Zinnbergbau.

Die meisten in den Minen beschäftigten Personen waren chinesische Einwanderer. Damals protestierten die Arbeiter in den Zinnminen der Insel Phuket gegen die Arbeits- und Lebensbedingungen in den Minen. Der Aufstand ging als Coolie-Rebellion (oder Angyee-Rebellion) in die Insel-Analen ein.

Das Leid der Arbeiter und ihrer Familien war unsäglich und zu allem Übel vertrieben die USA die Menschen aus ihren angestammten Dörfern und versuchten die Rebellion niederzuschlagen. Einzige Zuflucht waren in dieser Situation die Mönche und das Kloster Wat Chalong. Hier wurden kranke medizinisch versorgt und Vertriebene aufgenommen. Nach der Niederschlagung der Rebellion verlieh König Rama V dem Mönch Luang Pho Chaem den Titel Phra Kru Wisit Wongsacharn

Ähnlich wie in anderen Religionen sind Dinge, die mit hochverehrten Heiligen, Mönchen oder Vorbildern in Verbindung stehen und vor allem Gegenstände aus deren Besitz von besonderem Wert für alle Pilger und Betenden. Im Wat Chalong ist die der Spazierstock des Mönchs Luang Phor Cham. Ihm werden Heilkräfte zugesprochen und von Heilungen wird bei Pilgern berichtet, die den Stock berührt haben. Das Relikt kann von der Öffentlichkeit nicht besichtigt werden.

Viele frühere Mönche des Wat Chaiyathararam, darunter auch zwei Äbte, waren Heilkundige, Fachleute in traditioneller Medizin und Kräuterkunde. Dieses Wissen fehlte oft in der Bevölkerung, die damals kaum lesen und schreiben konnte. Ärzte waren rar und teuer. So war das Kloster Treffpunkt der Inselbevölkerung und aller Hilfesuchenden.

So kommen täglich zahllose Tempelbesucher zu einem Gebet, sei es auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Weg nach Hause. Sie zollen Buddha ihren Respekt, zünden Kerzen an, bieten Lotosblumen dar und legen hauchdünne Goldblättchen auf den Statuen der Mönche Luang Pho Chaem und Luang Cho Chuang ab.

Man erbittet Gesundheit und Wohlstand, fragt nach Gewinnzahlen der nächsten Lotterie, bitte um eine glückliche Ehe mit vielen gesunden Kindern und zündet zu diesem Zweck Feuerwerkskörper an. Das taucht die Gegend vor allem rund um den Hauptchedi in Rauch und einen weithin hörbaren Explosionslärm.

Wat Chaiyathararam – die heilige Reliquie des Buddha

Thailand das Land des Lächelns ist wie solche Alltagsszenen zeigen, das Land des Buddhismus. Die Bevölkerung folgt der Theravada-Schule und unter Männern ist es Tradition, dass sie irgendwann in ihrem Leben ‚Mönche auf Zeit‘ werden.

Der Stuoa Phra Mahathat Chedi ist nicht nur von Außen sehenswert. Die ersten beiden Ebenen im Inneren zeigen Buddha-Statuen in verschiedenen Stellungen – Buddha in allen Phasen des Lebens immer verbunden mit einer der sieben spezifischen Stellungen, die den sieben Tagen der Woche entsprechen. Die achte Stellung steht für den Mittwochabend und für den Gott der Finsternisse.

Plakativ, aber schön gestaltete Wandbilder beschreiben das Leben Buddhas. Besonders interessant ist die oberste dritte Ebene. Hier liegt in einem kugelförmigen Glasbehälter die Knochenreliquie Buddhas.

Eine Empfehlung, der man als Reisender auf jeden Fall nachgehen sollte, ist ein Besuch der Gartenanlagen des Wat Chalong. Es wird ein Labyrinth dargestellt, gleichbedeutend mit dem Zick Zack Kurs, den das Leben oftmals bereithält. Ihm muss man sich stellen und Buddha lehrt den edlen achtfachen Pfad, um alles Leid zu beenden und in ein besseres Leben zu gelangen.

Dazu sind gutes Denken, edles Sprechen, ehrliches Handeln, die Sorge für den Lebensunterhalt, korrektes Verständnis, stetige Anstrengung, Achtsamkeit und Konzentration nötig. Nur so kann ein Mensch zur Erleuchtung gelangen.

Fazit

Ein oder zwei Stunden im Wat Chalong zu verbringen eröffnet ein tiefes Verständnis des Buddhihsmus und einen intensiven Einblick in das tägliche und religiöse Leben der Thais. Der Tempel liegt kaum 10 km von Phuket Stadt entfernt in einer farbenprächtigen tropischen Landschaft.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Tempelanlage in Videos:

https://www.wat-chalong-phuket.com/

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