Salar de Uyuni II/Bolivien

Auf dem Salar de Uyuni in BolivienHallo Ihr Lieben,

In meiner Rückschau auf meine große Andenreise des Jahres 2012 kommt heute die Fortsetzung. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und Bilderschauen!
Hier der Reisebericht von damals:

Salz, Salz, Salz! So könnte ich meinen heutigen Bericht überschreiten. Mindestens zwei Tage sind nötig, um den größten Salzsee der Erde, den bolivianischen Salar de Uyuni auch nur ein bisschen besser kennen zu lernen.
Am gestrigen Tag habe ich den See von Süd nach Nord durchquert. Als ich heute Morgen meinen Fahrer Abel fragte, was denn heute auf dem Programm stünde, antwortete er mit einer Gegenfrage: "bist du fit? Hast du Lust auf einen Berg zu steigen?". Ich zögerte etwas mit der Antwort aber es war mir klar, wenn Abel mir so etwas anbietet, dann muss es etwas besonderes sein. So stimmte ich zu.

Blick auf den grössten Salzsee der ErdeWir fuhren nun 30 min am Ufer des Salzsees entlang und dann zeigte Abel auf einen Berg und meinte: "den steigen wir hinauf!".
Wie ich mit Hilfe meines GPS im Nachhinein feststellen konnte, waren es nur 120 Höhenmeter. Diese aber waren steil und Aufstieg begann in einer Höhe von 3770 m, wo man bekanntlich jeden Schritt sowieso schon spürt. Ich will ganz ehrlich sein: es war eine große Anstrengung aber jeder Schritt hat sich gelohnt für die Aussicht, die sich mir vom Gipfel dieses Berges auf den Salzsee Uyuni bot. Der Abstieg war kein Problem mehr und fuhren weiter am Ufer des Sees entlang.

Steinkathedrale in den Hochanden BoliviensGewaltige Felswände taten sich vor mir auf und am Horizont wurde ein Gebilde deutlich, dass die Kathedrale von Chiquini genannt wird. Hier steht nicht wirklich eine Kirche sondern die Natur hat in einer Laune fällt Stücke derart angeordnet, dass man von weitem den Eindruck hat hier stünde eine Kathedrale in der Wüste. Nach einem kurzen Fotostopp war es dann soweit-ein letztes Mal musste der Salzsee durchquert werden dieses Mal von Ost nach West. Unterwegs boten sich immer wieder traumhafte Bilder wie Inseln, die von Türkis Farben im Salzwasser umspült waren, pittoreske Salzkrusten und schließlich in Salzhaufen, die zur Kochsalzgewinnung hier aufgehäuft werden. Man verpackt sie dann in Säcke und exportiert sie in alle Welt.

Tanken auf dem Salar de Uyuni in BolivienAbel, der Fahrer, stoppte ganz plötzlich und es war an der Zeit aufzutanken. Dazu muss jedes Fahrzeug einen großen Ersatztank auf dem Dach mit sich führen. Nachdem der Wagen wieder fahrtüchtig war, sei schon von weitem die bekannteste Stelle im großen Salzsee Boliviens. Das Fahnenrondell steht an jeden Stelle, wo das erste Salzhotel, direkt im Uyuni errichtet wurde. Heute ist es ein Museum aber die fahnengeschmückte Anlage ist ein Treffpunkt für Jung & Alt. Wer allerdings die deutsche Flagge sucht, der tut dies vergebens. Stattdessen hat ein offensichtlich unverbesserlicher Fan dieser durch die Vereinsflagge des Deutschen Meisters Borrusia Dortmund ersetzt.

Dieser Tag im Salz endet mit einer Übernachtung im Kristall Samana Hotel direkt an den Ufern des Salzsees. Hier ist wirklich alles aus Salz: Die Bettsockel, die Kleiderschränke, der Wandschmuck, die Nachttische, die Fensterbänke, ja sogar der Fußboden ist mit feinem kristallinem Salz bedeckt und man geht wie auf Watte.

Morgen Früh verlasse ich den Salar de Uyuni und geht weiter Richtung Norden an den Salar de Coipasa in kleine Andenstädte und zu einsamen Kirchen.

Für heute grüßt aus Bolivien herzlich

Peter Jurgilewitsch

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