Edinburgh – Military Tattoo

Beim Military Tattoo vor Edinburgh Castle
Beim Military Tattoo vor Edinburgh Castle

Am heutigen vierten Reisetag zum Königreich der Vielfalt mit MS Europa begegnen mir schon auf dem Weg zum Frühstück im Lido Café begeisterte Gäste, die in schillernden Farben vom gestrigen Miitary Tattoo berichten. Es gehört zu den Höhepunkten jeder Schottlandreise! Aber nur dann, wenn man eine der begehrten und meist ausverkauften Tickets für das traditionelle Festival ergattern kann.  Hier lässt sich die schottische Seele, um der Patriotismus am Besten verfolgen und erleben, mit welcher Inbrunst selbst Kinder und Jugendliche als Akteure mit ihrem Duselsack, als Tänzer oder Artist dabei sind.

Das Military Tattoo im Edinburgh

Am Edinburgh Castle findet seit dem Jahr 1950 jährlich die Militärparade Edinburgh Military Tattoo statt. Sie wird durchschnittlich von ca. 200.000 Menschen besucht; die Anzahl der Fernsehzuschauer wird auf ca. 100 Mio. geschätzt. Damit ist diese Open Air Veranstalung weltweit das größte Festival für schottische Musik.
Hochlandregimenter aus Schottland aber auch Artistik und Akrobatik aus aller Welt werden im Military Tattoo in einer mitreissenden und temperamentvollen Show über 2 Stunden lang geboten. Die einmalige Kulisse der Burg, die Choreografie und  die schiere Anzahl der Instrumentalisten und sorgen für einen unvergesslichen EIndruck. Auch ein ausgeklügeltes Beleuchtungssystem sorgt für Begeisterung, die rund 9000 Besuchern drei Wochen lang erleben können.

Der Firth of Forth

Dudelsack Musikgruppe beim Military Tatoo in Edinburgh
Dudelsack Musikgruppe beim Military Tattoo in Edinburgh

MS Europa hat die Leinen los gemacht und durch die Schleuse bei Leith Edinburgh verlassen. Ich stehe an Deck und genieße das einmalige Morgenlicht, das einen schönen Tag verspricht. Es ist fast windstill und die Sonne ist bereits durch die Wolken zu sehen. Der Firth of Forth mit seinen grünen Weiden entlang der Küste, den kleinen Dörfern und der hügeligen Landschaft im Hintergrund bildet eine Kulisse wie sie typisch ist für Schottland.

Der Firth of Forth am frühen Morgen
Der Firth of Forth am frühen Morgen

Das Schiff macht sich auf den Weg nach Ullapool wir haben erneut auf sie Zeit die herrliche Seeluft, das grelle Licht und den perfekten Service an Bord von MS Europa zu genießen. Wer sich Schottland grau und kalt vorgestellt hat wird am heutigen Vormittag eines Besseren belehrt. Unser nächstes Ziel ist die nordschottische Stadt Ullapool. Sie gilt als Tor zu den Highlands und berühmten Sehenswürdigkeiten wie Loch Broom und das Urquert Castle. Natürlich darf auch ein Besuch am Loch Ness nicht fehlen. Alle an Bord sind gespannt und freuen sich darauf die karge aber auch pittoreske Landschaft des schottischen Hochlands, das ja in Wirklichkeit eher ein hügeliges Land als ein bergiges Land ist, kennenzulernen.

Heutzutage kann man sich kaum noch vorstellen wie entbehrungsreich das Leben in diesen einsamen nordischen Regionen der britischen Inseln einst gewesen sein muss, als hier die Clans um die Vorherrschaft in den meist in begrenzten Ländereien kämpften. Schottland wurde im Laufe seiner Geschichte immer wieder von den Auseinandersetzungen zwischen den Volksgruppen und Familien erschüttert. Davon werde ich morgen ausführlich berichten.

Das badende Mädchen auf MS Europa

Das badende Mädchen auf MS Europa
Das badende Mädchen auf MS Europa

Als mein heutiges Europa Detail möchte ich Ihnen die Bronzefigur einer Badenden jungen Frau vorstellen. Über alle an Bord von MS Europa finden sich hochwertige Bronzefiguren verschiedener zeitgenössischer namhafter Künstler. Diese Figur steht etwas unscheinbar nahe dem Promenaden Oval auf dem Europa Deck (Deck 4). Jeden Tag kann der Passagier bei einem Rundgang an vielen Stellen des Schiffes Kunstwerke bewundern, die im Rahmen der hochwertigen Sammlung das Schiff eindrucksvoll gestalten. Manchmal finden sich diese Werke an Stellen wo sie niemand vermuten würde wie z.B. auf dem Bartresen, unter einer Treppe oder am Swimmingpool.

Für heute grüße ich Sie an Bord von MS Europa

Peter Jurgilewitsch

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