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Altiplano in Bolivien

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Altiplano in Bolivien

Hallo, alle zusammen,

in meiner Rückschau auf meine Südamerikareise im Jahr 2012 zeige ich heute weitere Bilder aus dem Altiplano Boliviens und erinnre mich in dem Original-Tagesbericht von damals an einen besonderen Tag:Heute erlebte ich einen der intensivsten Reisetage bisher. Dies aus zwei Gründen: Der Körper reagiert nun auf die dauernde Höhe. Ich habe seitdem ich San Pedro de Atacama verlassen habe, keine Stunde mehr unterhalb einer Höhe von 3500 m verbracht. Heute bleibt die Reiseroute beständig über 4000 m. Hier in Südamerika ist Winter d.h. tagsüber sind es herrliche 10-15 Grad in der Sonne, nachts allerdings bis zu -20 Grad. Diese Kombination ist nicht einfach. Wenig Sauerstoff und eisige Kälte.

Ich muss sehr genau auf den Körper achten. Ich habe keine Anzeichen der Höhenkrankheit. Gott sei Dank. Aber ich muss viel Zeit auf die Körperpflege verwenden. Lippen müssen geschützt sein gegen Sonne und Kälte, die Füsse brauchen Zuwendung, da das Laufpensum auf ungewohntem Untergrund, das Normalmaß deutlich übersteigt. Nach wie vor muss ich genau „hinhören“ und den Körper nicht überfordern. Für 100 m Wegstrecke braucht man die 4-fache Zeit als auf einer Höhe von 200 m wie bei uns in Deutschland. Der Altiplano entscheunigt einen, nimmt einem das Tempo und sorgt dafür, daß man als Reisender einfach einmal einen Gang zurückschaltet.

Sie werden sich fragen, warum macht er dann sowas? Nun auch dafür gibt es zwei Gründe: zum Einen ist der Himmel beständig blau. Bisher gab es defacto kaum eine Wolke, zum anderen ist Trockenzeit d.h. alle Strassen sind voll befahrbar…keine Schlamm, kein Regen. Die Salzseen sind zu anderen Zeiten des Jahres nicht befahrbar. Es ist also die „ideale“ Reisezeit für diese Region der Erde.Der Tag begann mit einer Fahrt durch einen urwüchsigen Pass. Riesige Felsbrocken, eine Fahrrinne, die vereist ist und nur mit einem 4-Rad Antrieb gemeistert werden kann. Danach folgen ingesamt fünf Lagungen, die Ramaditas genannt werden. Die Stars hier sind die Flamingos. In der Laguna Hedionda kommt man diesen Tieren so nah, wie nirgendwo auf der Erde.

Die Bilder, die sie sehen, sind keine Teleaufnahmen. Ich sass kaum 3 m von den Tieren entfernt auf einer kleinen Insel im See, die ein verlassenes Vogelnest auf einem Kalkstumpf ist. Wenn man sich ruhig verhält und die Tiere sich an das Klicken der Kamera gewöhnt haben, dann kommen sie sehr nah. Am Schluss dieses Tages durchquerte ich eine Salzwüste und hatte den Ausblick auf einen der aktivsten Vulkane Südamerikas. Das letzte Bild zeigt ein typisches bolivianisches Bergdorf mit seiner Kirche. Es wurde während des Salpeterkriegs, den Chile mit Bolivien führte, als Zufluchtsort benutzt, wird deshalb „El Refugio“ genannt und ist heute verlassen. Ein Open-Air-Museum mitten in der Wildnis.

Für heute herzliche Grüße aus Bolivien.

Peter Jurgilewitsch

Hier finden Sie weitere Informationen zum Altiplano:

https://www.michael-martin.de/de/wissen_planet_wueste/altiplano.html

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