Äquatorialguinea – Informationen, Klima, Geschichte, Nationalhyme, Flagge

Äquatorialguinea ist ein zweigeteiltes Land. Hier finden Sie wichtige Informationen zum Klima, der Geschichte, die Nationalhymne und zur Flagge des Landes. Äquatorialguinea besteht aus dem Teil auf dem afrikanischen Festland genannt Mbibi und verschiedenen Inseln.

Die größte dieser Inseln ist mit 2017 km² Bioko, das bis 1973 unter den Namen Santa Isabel und Fernando Poo bekannt war und dann eine Zeitlang Macias Nguema Byogo (nach dem damaligen Präsidenten Francisco Macías Nguema) hieß.

Rund 300 km südwestlich befindet sich die ebenfalls zum Staatsgebiet gehörende Insel Annobón. Die Hauptstadt Malabo liegt auf Bioko. Weitere Inseln wie Corisco, Elobey Grande und Elobey Chico gehören ebenfalls zu Äquatorialguinea. Das Land wird von feuchtheißem tropischen Regenwaldklima dominiert.

Der Teil des Landes, der auf dem Festland liegt umfasst eine breite Küstenebene, die nach Osten zu einem Bergland mit bis zu 1200 m Höhe ansteigt. Die Inselgebiete im Golf von Guinea gehören zur Vulkankette der Kamerunlinie die auf der Insel Bioko im Pico Santa Isabel 3008 m erreicht.

Die festländische Küste ist reich an Mangroven. Ähnlich wie in Angola gehört die Mehrheit der Bevölkerung Bantuvölkern an. 45 % der Gesamtbevölkerung leben bereits in Städten. Bedingt durch die Geschichte der christlichen Missionen in Äquatorialguinea sind heutzutage fast alle Einwohner katholisch.

Trotz Schulpflicht gibt es in einigen Landesteilen noch Analphabetismus obwohl sich die Sitation in den letzten Jahren schon deutlich verbessert hat. Noch immer gehört Äquatorialguinea zu den ärmsten Staaten Afrikas.

Die Menschen sind Selbstversorger und der Export von landwirtschaftlichen Produkten wie Maniok, Bataten, Bananen und Kokosnüssen bringt nicht genügend Devisen ins Land.

Flagge Äquatorialguinea

Die Flagge Äquatorialguineas zeigt vier Farbfelder und ein zentriertes Wappen. Da das Land lange Zeit spanische Provinz war und im Anschluss unter einer Diktatur zu leiden hatte, wurde die Flagge erst am 21. August 1979, nach dem Sturz des Diktators Nguema eingeführt.

Drei waagerechte Querstreifen in den Farben Grün, Weiß und Rot nehmen den größten Teil der Flagge ein. Grün steht für den Dschungel und die Natur, Weiß gilt als Farbe für die Reinheit der Bevölkerung und den Frieden und das Rot sympolisiert wie in vielen Flaggen weltweit, für das Blut, das im Unabhängigkeitskampf vergossen wurde.

Den linken Teil der Flagge nimmt ein blaues Dreieck ein. Es stellt das Meetr da, das zwischen beiden Teilen des Landes liegt.

Das Wappen im Zentrum der Flagge zeigt eine Mangrove. Darüber sind sechs Sterne angeordnet. Unter dem Wappen befindet sich in einem geschwungenen Spruchband der Wahlspruch des Landes: Unidad Paz Justicia (Einigkeit Frieden Gerechtigkeit).

Nationalhyme Äquatorialguinea

‚Caminemos Pisando la Senda de nuestra inmensa Felicidad‘ (Lasst uns den Weg unseres immensen Glücks gehen) ist die Nationalhymne Äquatorialguineas. Sie wurde von Atanasio Ndongo Miyono geschrieben und komponiert und wird seit der Unabhängigkeit von Spanien im Jahre 1968 benutzt

Text der Nationalhyme von Äquatorialguinea

Spanischer Text

Caminemos pisando las sendas
de nuestra inmensa felicidad.
En fraternidad, sin separación,
¡Cantemos Libertad!
Tras dos siglos de estar sometidos,
Bajo la dominación colonial,
En fraterna unión, sin discrimanar,
¡Cantemos Libertad!
¡Gritamos Viva, Libre Guinea,
Y defendamos nuestra Libertad.
Cantemos siempre, Libre Guinea,
Yconservemos siempre la unitad.
¡Gritamos Viva, Libre Guinea,
Y defendamos nuestra Libertad.
Cantemos siempre, Libre Guinea,
Y conservemos siempre la indipendencia nacional
Y conservemos, Y conservemos
La indipendencia nacional.

Englische Übersetzung

Let us tread the paths
Of our great happiness.
In brotherhood, undivided,
Let us sing for freedom!
Behind us are two centuries
Of colonial domination.
In brotherly unity, without discrimination,
Let us sing for freedom!
Let us shout: Long live Guinea!
Let us defend our freedom.
Always singing of our free Guinea,
Let us keep united.
Let us shout: Long live Guinea!
Let us defend our freedom.
Always singing of our free Guinea,
Let us keep our nation independent,
Let us keep our nation independent.

Deutsche Übersetzung (sinngemäß, nicht wortgetreu

Lassen uns in die Pfade treten
von unserem großen Glück.
in Brüderlichkeit, ungeteilt,
Lasst Sie uns für die Freiheit singen!
Hinter uns sind zwei Jahrhundertev
von kolonialer Vorherrschaft.
In brüderlicher Einheit, ohne Diskriminierung,
Lasst uns für die Freiheit singen!
Lasst uns rufen: Lang lebe Guinea!
Lasst uns unsere Freiheit verteidigen.
immer singend von unserem freien Guinea,
Lasstet uns verbunden bleiben.
Lasst uns rufen: Lang lebe Guinea!
Lasst uns unsere Freiheit verteidigen.
immer singend von unserem freien Guinea,
Lasst uns unsere Nation unabhängig halten,
Lasst uns unsere Nation unabhängig halten.

Geschichte Äquatorialguineas

Das heutige Äquatorialguinea auf dem afrikanischen Festland wurde zunächst von Pygmäen bewohnt, die im weiteren Verlauf von Bantu-Völkern verdrängt wurden. Die Insel Bioko dürfte nach heutigem Wissensstand aus den Regionen des heutigen Nigerias und Kameruns aus besiedelt worden sein.

Mit der Ankunft der Portugiesen 1471 begann die Kolonialzeit und der Sklavenhandel mit den Kolonien in Brasilien blühte über lange Zeit. Im Zuge dieses Kolonialismus wurde auch die Insel Annobón ab 1473 besiedelt.

Der portugiesische Seefahrer Fernão do Pó gab der Insel Bioko den Namen ‚Formosa‘ – die Schöne. Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen mit den unterschiedlichen einheimischen Volksgruppen. Diese konnten erst im 18. Jahrhundert mehr oder minder beigelegt werden.

Auch die Spanier interessierten sich zunehmend für das Land in Westafrika. 1777/78 verzichteten die Portugiesen in einem Vertrag zugunsten Spaniens zunächst auf die Insel Bioko. Dafür überließ Spanien Portugal die Besitztümer in Brasilien.

Diese hatten aufgrund der dort bereits errichteten Infrastruktur der zahlreichen Silberminen und Edelsteinvorkommen sowie den Zuckerrohrplantagen für die Portugiesen einen deutlich höheren Wert.

Zwischen 1778 und 1850 wechselten die Verantwortlichkeiten und Ansprüche von Portugal, Großbritannien und Spanien in rascher Folge. Immer wieder setzten die Einheimischen den Eroberern Widerstand entgegen. Letztlich behielt Spanien die Oberhand und für rund 100 Jahre zwischen 1850 und 1950 wurde das heutige Äquatorialguinea zu Spanisch-Guinea.

Wie nahezu überall, wo Kolonialismus im Rahmen der Geschichte weltweit um sich gegriffen hatten, ging dies zeitnah oder im Nachhinein zulasten der einheimischen Bevölkerung. So auch in Äquatorialguinea. Bis heute sind die Nachwirkungen dieser Zeit spürbar.

1963 kam es zur inneren Autonomie und am 12. Oktober 1968 zur Unabhängigkeit des heutigen Äquatorialguinea. In der Folgezeit kam es vermehrt zu Unruhen und zur Errichtung eines Terrorregimes, das heute zu den rücksichtslosesten Diktaturen Afrikas gezählt wird. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung floh ins Ausland.

Erst eine neue Verfassung, die am 4. August 1973 in Kraft trat, brachte eine vermeintliche Ruhe. Das Land nennt sich selbst eine parlamentarische Demokratie, Fachleute gehen aber davon aus, dass das Land immer noch diktatorisch regiert wird.

Obwohl auch Äquatorialguinea über Erdölvorkommen verfügt, bringen diese Ressourcen der breiten Masse der Bevölkerung keinen Wohlstand. Die Gesellschaft wird eher von Spannungen und Unruhen, von Misswirtschaft und Aufständen geprägt, nicht zuletzt weil ausländische Erdölfirmen das Öl fördern und weiter verarbeiten, ist Äquatorialguinea trotz gültiger Verträge der Verlierer und profitiert auch nicht von der beginnenden Ausbeutung der Erdgasreserven.

Klima in Äquatorialguinea

Wetter in Malabo

Bevölkerung Äquatorialguineas

Äquatorialguinea hat eine recht homogene Bevölkerungsstruktur. Die Mehrheit der Einwohner, rund 86 %, gehören dem Stamm der Fang an. Weitere Volksgruppen sind: die Bubi auf der Insel Bioko. Sie machen rund 7 % der Bevölkerung aus. Weitere Minderheiten sind die Mdowe, die Bujeba, die Annobonesen sowie einige wenige Europäer, die meist aus Spanien kommend hier leben.

In Äquatorialguinea wird maßgeblich Spanisch, aber auch Französisch gesprochen. Somit ist das Land das einzige Spanisch sprechende Land in Afrika. Äquatorial-Guinea hat mit fast 95 % der Bevölkerung einen sehr hohen Alphabetisierungsgrad, obwohl ein gut organisiertes Schulsystem nach wie vor fehlt.

Während sich in der Stadt die medizinische Versorgung leicht verbessert hat, gibt es auf dem Land eine nur unzureichende oder nicht funktionierende Basisversorgung der Bevölkerung. Entsprechend niedrig ist die Lebenserwartung der Menschen. Sie liegt durchschnittlich bei 57 Jahren.

Auch im Bereich der Menschenrechte gerät Äquatorialguinea immer wieder ins Fadenkreuz der internationalen Aufmerksamkeit. Es kommt zu Repressalien und Hinrichtungen andersdenkender Regierungskritiker. Äquatorialguinea ist seit 1968 Mitglied der Vereinten Nationen.

Äquatorialguinea – Informationen

Staat:Äquatorialguinea
Langform Staatsnamen:Republik Äquatorial¬guinea
Hauptstadt:Malabo
Einwohner:1300000
Fläche in km²:28051
Länderkürzel (ISO 3):GNQ
Länderkürzel (ISO 2):GQ
Internet (TLD:.gq
Englischer Name:Equatorial Guinea
Lokaler Name:Guinea Ecuatorial
Nationalhymne:Caminemos Pisando la Senda de Nuestra Inmensa Felicidad (Lasst uns den Weg unserer großen Freude gehen)
Staatsfeiertag:12. Okt.
Name des Staatsfeiertags:
Hintergrund Staatsfeiertag:Unabhängigkeit von Spanien
Jahr (Ereignis Staatsfeiertag):1968

Provinzen in Äquatorialguinea

NameAbk.HauptstadtFläche (km²)Einwohner Zensus 2015)
ÄquatorialguineaGNQMalabo280511225377
Annobón (Pagalu)ANSan Antonio de Palé175314
Bioko NorteBNMalabo776300374
Bioko SurBSLuba124134674
Centro SurCSEvinayong9931141986
Kié-NtemKNEbebiyín3943183664
LitoralLIBata6665367348
Wele-NzasWNMongomo5478192017

Tourismus in Äquatorialguinea

Auf der Internetseite der Botschaft Äquatorial-Guinea kann man einiges über die touristischen Schönheiten des Landes erfahren:

„Auf der Insel Bioko, sind Vulkanlandschaften berühmt. Es gibt tropische durch zahlreiche bedrohte Primaten bewohnte Wälder und verschiedene Arten von Stränden, an denen Meeresschildkröten ihre Eier zu bestimmten Zeiten des Jahres legen.

Auf dieser Insel ist auch die Hauptstadt: Malabo. Diese moderne Stadt hat sich den Charme der kolonialen Vergangenheit bewahrt und es sind zahlreiche historische Gebäude, unter ihnen der Volkspalast, die Kathedrale, das Rathaus und der neue Nationalpark Malabo zu bewundern.

Auf dem Festland ist Bata eine angenehme und charmante Kolonialstadt. Sie bietet zahlreiche Attraktionen für Touristen: traditionelle Märkte, Restaurants, Bars und Hotels von hoher Qualität.

Auf dem Kontinent darf man nicht den Monte Alen Nationalpark vergessen: ein verborgener Schatz. Das Schutzgebiet umfasst rund 1.400 Quadratkilometer. Monte Alen ist ein idealer Ort, um den Regenwald und die Tierwelt von Rio Muni zu erleben. Auch religiöse Pilger kommen hierher. Sie können die Wallfahrtsbasilika von Mongomo erkunden, eine der größten in der Welt.

Die Stadt Ebibeyin ist ebenfalls eine touristische Attraktion. Sie ist stolz auf ihre Tradition als Handelsstadt, wo der Grenzmarkt Kie-osi, an der Grenze zur Schwesterrepublik Kamerun überrascht. Sowohl Einheimische als auch Fremde sind hier jeden Tag im Jahr zu finden.“

Auch wenn diese Sehenswürdigkeiten durchaus eine Reise wert sind, ist die Organisation einer Reise nach Äquatorialguinea durchaus schwierig und zu manchen Zeiten, je nach der politischen Lage im Land, fast unmöglich. Es gibt zwar zunehmend Hotels, diese entsprechen aber in den meisten Fällen, außer in der Hauptstadt, nicht internationalem Standard.

Für Touristen schwierig ist auch ein Besuch der Inseln, die zu Äquatorialguinea gehören. Regelmäßige und sichere Verbindungen sind nicht in jedem Fall garantiert.

Sehenswürdigkeiten in Äquatorialguinea

1Kolonialerbe in der Stadt Bata
2Kathedrale von Bata
3Catedral Basilica de La Inmaculada Concepcion in Mongomo
4Kolonialgebäude und Präsidentenpalast in Malabo
5Kathedrale Santa Isabel in Malabo
6Neue Nationalbibliothek in Malabo
7Casa verde in Malabo
8Mercado Central in Malabo
9Mangrovengürtel der Region Mbini
10Monte Alen Nationalpark
11Pico Basilé
12Catedral in Ebebiyín
13Iglesia de San Fernando in Malabo

Städte in Äquatorialguinea

StadtAdm.Einwohner (Zensus 2001) 
AconibeWN8795
AñisokWN7586
BataLI132235
BidjabidjanKN5167
EbebiyínKN19515
EvinayongCS7997
LubaBS9011
MalaboBN132440
MbiniLI3421
MengomeyénWN5294
MicomesengKN5327
MongomoWN5791
RebolaBN5445
San Antonio de PaléAN5008

Weiter Informationen zu Äquatorialguinea

https://www.state.gov/countries-areas/equatorial-guinea/

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